transfair kämpft für die Gesundheit seiner Mitglieder

transfair kämpft für die Gesundheit seiner Mitglieder © transfair/Gaby Möhl | Tanja Brülisauer, Thomas Ammann & Greta Gysin
23.08.2021

An der Delegiertenversammlung (DV) vom 20. August 2021 in St. Gallen blickte der Personalverband auf ein bewegtes Jahr zurück und hat mehrere Resolutionen verabschiedet. Dies stets mit dem Fokus auf die Arbeitsplatzsicherung und gesunde Arbeitsbedingungen. Aufgrund der Coronakrise sind Digitalisierung und Homeoffice im Vormarsch – doch was viele Vorteile bietet, hat auch seine Tücken.

Co-Präsident Thomas Ammann eröffnete die DV mit wichtigen Informationen rund um den Tagesablauf und richtete seinen Dank an die Mitglieder, die im vergangenen Jahr Ausserordentliches geleistet haben. Denn das Coronavirus hat alle vor noch nie dagewesene Herausforderungen gestellt. Das Personal zeigte enorme Einsatzbereitschaft und Durchhaltewillen, um den Service Public jederzeit gewährleisten zu können – und hat dies mit Bravour gemeistert. Klar ist jedoch, dass diese schwierige Zeit Spuren hinterlässt und sich gewisse Problemstellungen verschärft haben, die der Personalverband in mehreren Resolutionen thematisiert. In den Fokus stellt transfair weiterhin die Gleichstellung, wie Greta Gysin, Co-Präsidentin und Nationalrätin Grüne, in ihrer Rede untermauerte. Mit dem Engagement beim Vaterschaftsurlaub hat der Personalverband bereits einiges bewirkt. Trotzdem bleibt noch viel zu tun in Sachen Gleichstellung. Denn sie soll für alle Geschlechter einen Fortschritt bedeuten und nicht auf Kosten des jeweils anderen passieren. Die Arbeit geht dem Personalverband also nicht aus. transfair ist präsent und setzt sich in bekannter Manier, eigenständig.mutig.persönlich. für eine faire Arbeitswelt für alle ein.

transfair verabschiedet 3 Resolutionen

Homeoffice bietet unbestritten viele Vorteile, schafft aber auch diverse Herausforderungen. Grössere Arbeitslast, psychische Belastung und fehlende Ergonomie beim Heimarbeitsplatz sind nur einige der zahlreichen Knackpunkte.

Daher fordert transfair in seiner Resolution «Für einen besseren Gesundheitsschutz beim Personal!» unter anderem, dass dem Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden höchste Priorität beigemessen wird und Strategien ausgearbeitet werden, um psychische und physische Gesundheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten. Führungskräfte müssen geschult werden, um auch unter diesen neuen Bedingungen ihre Teams kompetent zu leiten und regelmässiger sozialer Austausch ist auch im Homeoffice unabdingbar.

In der Branche Communication schreitet die Digitalisierung nach wie vor in grossen Schritten voran, schafft jedoch ein grosses Problem: ein akuter Mangel an IT-Fachkräften in der Schweiz. Gemäss dem «ICTjournal» werden in der Schweiz bereits in sieben Jahren 35’800 Fachkräfte fehlen, wenn die Ausbildungsmassnahmen nicht intensiviert werden. Wie Swisscom gleichen auch andere Schweizer Unternehmen diesen Mangel aus, indem sie bestimmte Bereiche auslagern und IT-Spezialisten aus dem Ausland einsetzen. In Zukunft könnten diese Unternehmen gezwungen sein, Fachkräfte ohne IT-Ausbildung einzustellen, mit den damit verbundenen Risiken in Bezug auf Qualifikation und Zeitaufwand. transfair verlangt mit seiner Resolution «Es braucht dringend eine Bildungsoffensive!», dass der Nachwuchsmangel in der ICT-Branche von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ernst genommen wird und spezifische Massnahmen eingeleitet werden. Insbesondere sollen Auslagerungsprojekte verringert und Entwicklungsmöglichkeiten erweitert werden, wobei Swisscom eine Vorreiterrolle einnehmen kann.

Auch die Branche Öffentlicher Verkehr steht im Gütertransport vor einer grossen Herausforderung. Im internationalen Güterverkehr wird ein Grossteil der Waren auf der Schiene transportiert. Doch die gesetzlichen Rahmenbedingungen verhindern derzeit, dass auch beim Güterverkehr innerhalb der Schweiz die Bahn eine Vorrangstellung einnimmt – dies ist insbesondere auch in Bezug auf den Klimawandel bedenklich. Damit das weitere Ausbluten von SBB Cargo gestoppt werden kann, fordert transfair mit seiner Resolution «Für Güter die Bahn!» eine Änderung der aktuellen Politik zugunsten der Schiene. Auf die Eigenwirtschaftlichkeit im inländischen Güterverkehr muss verzichten werden und es darf kein weiterer Personalabbau bei SBB Cargo erfolgen. Auch sollen unbefristete Betriebsbeiträge der öffentlichen Hand wieder möglich sein.

Joachim Hermann komplettiert den Vorstand

Seit Juni 2021 fungiert das langjährige Mitglied Joachim Hermann als Co-Präsident der Branche Post/Logistik. Nun wurde er von den Delegierten ebenfalls als Vorstandsmitglied bestätigt. transfair freut sich, mit ihm einen engagierten und kompetenten Kenner der Branche in den Vorstand gewonnen zu haben.

Statutenänderung bei der Mindestdauer Mitgliedschaft beschlossen

An der DV haben die Mitglieder beschlossen, eine Mindest-Mitgliedschaftsdauer von einem Jahr einzuführen. Dies mit dem Hintergrund, dass Ein- und Austritte mit beträchtlichem administrativem Aufwand verbunden sind. Anders etwa als bei Rechtschutzversicherungen, können Mitglieder bei transfair vom ersten Tag an von allen Dienstleistungen profitieren, dazu gehören qualifizierte Rechtsberatungen und substanzielle Flottenrabatte. Mit dem Hintergedanken der Solidarität gegenüber langjährigen Mitgliedern rechtfertigen sich solche Aufwände erst, wenn eine Mitgliedschaft auch einen gewissen Bestand hat.
Einsatzbereiche
Vereinbarkeit Beruf und Familie, Service Public, Politik