Post stärkt tiefere Einkommen und erhöht Mindestlohn

Post/Logistik

Post stärkt tiefere Einkommen und erhöht Mindestlohn

Die Schweizerische Post, der Personalverband transfair und die Gewerkschaft syndicom haben die Lohnverhandlungen für die Mitarbeitenden im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Post CH erfolgreich abgeschlossen. Die Post stellt rund 1 Prozent der Lohnsumme für generelle und strukturelle Lohnerhöhungen bereit. Der Mindestlohn steigt auf 55 738 Franken jährlich. Die Lohnrunde 2026 kommt insbesondere Mitarbeitenden mit tieferen Einkommen zugute. Die Post unterstreicht damit ihre Rolle als attraktive und sozialverantwortliche Arbeitgeberin.

Kerstin Büchel
Ein Bild mit Geldscheinen und Münzen

Die Sozialpartner Post, transfair und syndicom haben sich für das Jahr 2026 auf diese Massnahmen geeinigt: Für generelle und strukturelle Lohnmassnahmen sowie eine Anpassung der Spesenregelung steht insgesamt rund 1 Prozent der Lohnsumme zur Verfügung. Damit stärkt die Post insbesondere die Kaufkraft von Mitarbeitenden mit tieferen Einkommen. Um eine kontinuierliche Lohnentwicklung zu ermöglichen, erhöht die Post zudem die Ober- und Untergrenzen der Lohnbänder vor der Lohnrunde um 0,6 Prozent, mindestens jedoch um 450 Franken. Der Mindestlohn steigt neu auf 55 738 Franken pro Jahr. Rund 25 000 Mitarbeitende im GAV Post CH profitieren von Lohnmassnahmen, die mit dem Aprillohn 2026 umgesetzt werden.  

In den Lohnverhandlungen orientieren sich die Sozialpartner an der wirtschaftlichen Situation der Post, an der Entwicklung der Produktivität, am Vergleich mit Konkurrenzunternehmen sowie an der Entwicklung der Lebenshaltungskosten. 

Wichtiger Schritt hin zu einer einheitlichen Spesenregelung in der Zustellung

Am Verhandlungstisch haben die Sozialpartner zudem ein weiteres Ziel erreicht: Die Post gleicht die bisher unterschiedlichen Spesenregelungen für die Brief- und Paketzustellung sowie für die gemischte Zustellung bis 2027 an. Ein erster Schritt hin zur Harmonisierung tritt per 1. April 2026 in Kraft. Damit profitieren künftig alle Mitarbeitenden in der Zustellung von der gleichen Spesenregelung.  

transfair ist zufrieden

Carole Rentsch, Leiterin Personal und Mitglied der Post-Konzernleitung, unterstreicht: «Die Post setzt auch 2026 ein Zeichen für faire und attraktive Anstellungsbedingungen. Von den Lohnmassnahmen profitieren insbesondere Mitarbeitende im Betrieb und mit tieferen Löhnen. Sie sind im Alltag besonders gefordert und täglich für unsere Kundinnen und Kunden im Einsatz. Das unterstreicht: Mit den vereinbarten Massnahmen sichern wir weiterhin die attraktivsten Anstellungsbedingungen in der Logistikbranche.» 

Kerstin Büchel, Leiterin Branche Post/Logistik bei transfair: «Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen der Post ist transfair zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Fast alle Mitarbeitenden erhalten eine Lohnerhöhung – das würdigt ihren Beitrag zum Erfolg der Post. Der Mindestanstieg von 450 Franken stärkt dabei gezielt tiefere Einkommen. Bei den Spesen konnten wir die Harmonisierung durchsetzen, die unsere Mitglieder lange gefordert hatten.» 

Dominik Dietrich, Zentralsekretär der Gewerkschaft syndicom: «Das Ergebnis ist ein Kompromiss, der unter schwierigen Rahmenbedingungen erreicht werden konnte. Die Lohnmassnahmen bringen für viele Beschäftigte Verbesserungen und stärken deren Kaufkraft. syndicom wird sich aber weiterhin für Verbesserungen einsetzen, um die Erwartungen aller Angestellten zu erfüllen. Dieses Resultat ist ein Zwischenschritt, um die Spesenregelung bei auswärtiger Arbeit für alle Zustellerinnen und Zusteller weiterzuentwickeln.» 

Separate Lohnverhandlungen führen PostFinance AG, Post Immobilien Management und Services AG, Swiss Post Cargo CH AG sowie PostAuto AG. 

Auskunft

Personalverband transfair: Kerstin Büchel, Leiterin Branche Post & Logistik und Mitglied der Geschäftsleitung, 076 440 33 33, kerstin.buechel@transfair.ch 

Medienstelle Post: Jacqueline Bühlmann, 058 341 00 00, presse@post.ch 

Gewerkschaft syndicom: Matthias Loosli, Mediensprecher Post/Logistik, 058 817 18 64, matthias.loosli@syndicom.ch