Die IMS AG hat einen neuen GAV

Post & Logistik

Die IMS AG hat einen neuen GAV mit zahlreichen Verbesserungen

Mit dem von transfair ausgehandelten neuen GAV IMS AG werden die Angestellten besser geschützt und erhalten bessere Arbeitsbedingungen. IMS, die Tochtergesellschaft der Post, die sich mit der Verwaltung und dem Unterhalt des Immobilienparks befasst, verfügt seit 2017 über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der mit transfair und den anderen Sozialpartnern der Post ausgehandelt und unterzeichnet wurde.

Susanna Meierhans
Gebäude der Post

Das Wichtigste in Kürze

Mit dem von transfair ausgehandelten neuen GAV IMS AG werden die Angestellten besser geschützt und erhalten bessere Arbeitsbedingungen.

  • Mehr Schutz durch einen Sozialplan und mehr Möglichkeiten
  • Eine stabilere und besser bezahlte Beschäftigung

  • modernere Arbeitsbedingungen, die die Bedürfnisse der Mitarbeitenden respektieren (Recht auf Nichterreichbarkeit, mehr Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub etc.)

Der weiterentwickelte GAV, der am 1. Januar 2023 in Kraft treten wird, ist das Ergebnis intensiver Verhandlungen. «Wir können stolz auf die geleistete Arbeit sein», sagt Susanna Meierhans, Regionalsekretärin von transfair und Leiterin der transfair-Delegation. In der Tat wird der neue GAV IMS AG die Angestellten besser und stärker schützen, indem er die prekären Aspekte der Beschäftigung reduziert und bessere Bedingungen bei den Löhnen und bei der Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeit gewährt.

Mehr Schutz durch einen Sozialplan und mehr Möglichkeiten

In einem Tätigkeitsbereich, in dem Veränderungen häufig vorkommen und schwerwiegende persönliche Konsequenzen haben können, gibt der Erhalt eines unternehmenseigenen dauerhaften Sozialplans den Beschäftigten der IMS AG, insbesondere den älteren, zusätzliche Sicherheit. «Wir konnten eine Lösung finden, damit die von einer Restrukturierung betroffenen Personen angemessene Leistungen erhalten, um eine neue Tätigkeit zu finden: Das ist ein wichtiger Schritt nach vorne», sagt Diego Frieden, stellvertretender Branchenleiter Post/Logistik, der ebenfalls an den Verhandlungen teilgenommen hat. Darüber hinaus können sich die Beschäftigten innerhalb des Postkonzerns weiterbilden und neue Aufstiegsmöglichkeiten wahrnehmen, was ihre Kompetenzen weiter aufwertet.

Eine stabilere und besser bezahlte Beschäftigung

Durch die Einschränkung der Parameter für die maximale befristet Arbeit von 24 auf 18 Monate und für die Leiharbeit von 36 auf 18 Monate wird ab 2023 eine sicherere und weniger prekäre Beschäftigung garantiert. Darüber hinaus muss nach 16 Monaten Leiheinsätze eine klar definierte, unbefristete Stelle angeboten werden. Die mit IMS AG erzielte Einigung sieht auch eine Erhöhung der Mindestlöhne für die Funktionsstufen 1 (je nach Region von CHF 50 bis 400) und 2 bis 10 (1%) vor. Für die treuesten Mitarbeitenden wurden auch die Treueprämien erhöht.

Ein modernerer GAV, der die Bedürfnisse des Personals respektiert

Der neue GAV wird moderner sein und auf die Bedürfnisse des Personals grössere Rücksicht nehmen: Mit dem Recht auf Nichterreichbarkeit wird die Trennung von Privatleben und Arbeit besser durchgesetzt. Ausserdem wird das Recht auf Mutterschaftsurlaub auf Wunsch der frischgebackenen Mutter um sechs (unbezahlte) Wochen verlängert. Für Väter wird der bezahlte Urlaub von 2 auf 4 Wochen erhöht, wobei auch hier die Möglichkeit besteht, den Urlaub um weitere 4 unbezahlte Wochen zu verlängern. Der Adoptionsurlaub sowie der Urlaub zur Betreuung von Kindern oder Angehörigen wird ebenfalls ausgeweitet. Verschiedene Artikel wurden überarbeitet oder neu aufgenommen. Mit ihnen ermöglicht der neue GAV IMS AG einen modernen und innovativen Arbeitsrahmen, insbesondere was die Lohngleichheit und die Bekämpfung von Diskriminierungen betrifft. «Dank transfair und seinen Mitgliedern hat die IMS AG einen sehr guten GAV für die nächsten drei Jahre erhalten. Wir werden die sozialpartnerschaftliche Arbeit weiterführen und können unsere Präsenz in dieser strategischen Tochtergesellschaft der Post verstärken», freut sich Susanna Meierhans.