Mehr Lohn für Mitarbeitende von Post-Immobilien

Post & Logistik

Mehr Lohn für Mitarbeitende von Post-Immobilien

Die Mitarbeitenden der Post-Immobilien (IMS AG) im GAV erhalten 0,9 Prozent mehr Lohn. Dies ist das Ergebnis intensiver und hartnäckiger Verhandlungen von transfair mit der Führung von IMS AG. transfair ist mit dem Resultat zufrieden.

Kerstin Büchel

Konkret konnte transfair mit der Post-Tochter «IMS AG» folgendes Ergebnis für die Beschäftigten im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) aushandeln:

  • 0,9 Prozent der Lohnsumme stehen für individuelle, eingebaute Lohnmassnahmen zur Verfügung.
  • Mitarbeitende in der Unterhalts- und Spezialreinigung erhalten pro Person eine Einmalzahlung von 250 CHF.

Die Umsetzung erfolgt mit dem Aprillohn 2022 und ist wie üblich abhängig vom persönlichen Beschäftigungsgrad. Die Einmalzahlung erhalten Beschäftigte in der Unterhalts- und Spezialreinigung ab einem Beschäftigungsgrad von mindestens 5 Prozent. Es gilt ein Mindestbeitrag von 50 CHF. Somit profitieren auch Personen mit niedrigeren Löhnen und kleinen Arbeitspensen in diesem Bereich.

Individuelle und generelle Lohnerhöhungen

Mitarbeitende, die sich im unteren Bereich ihres Lohnbandes befinden, gewinnen bei guter Leistung überdurchschnittlich. Mitarbeitende, die sich über dem definierten, oberen Lohnband befinden, erhalten eine Einmalzahlung von 250 CHF. Diese Lohnmassnahmen kommen rund 930 Mitarbeitenden im GAV von IMS zugute. Die Ergebnisse der Verhandlungen berücksichtigen die wirtschaftliche Situation von IMS, den Vergleich mit Konkurrenzunternehmen, die Entwicklung der Lebenshaltungskosten sowie die Entwicklung der Durchschnittslöhne.

Die Einschätzung von transfair

In engagierten und konstruktiven Verhandlungen konnte transfair für das Jahr 2022 ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich besseres Resultat erzielen. Zur Erinnerung: 2021 endeten die erfolglosen Verhandlungen vor der Schlichtung und ergaben eine GAV-Lohnerhöhung von 0,6 Prozent pro Jahr, Einmalzahlungen für das Reinigungspersonal von 275 CHF pro rata Beschäftigungsgrad sowie eine Anhebung der Mindestlöhne von 0,5 Prozent. Mit dem jetzigen Gesamtergebnis ist transfair zufrieden, obwohl es aufgrund der wirtschaftlichen Situation von IMS im Vergleich zum Konzern Post geringer ausgefallen ist.