Robert, warum sprechen wir heute über das Thema comPlan?
Zu komplex? Zu langweilig? Es ist nicht einfach, Begeisterung für das Thema Pensionskasse zu erwecken! Dabei geht es nicht um technische Aspekte oder Reglemente, denn alle diese Informationen sind auf der Website von comPlan zu finden. Die Beraterinnen und Berater sowie die Stiftungsratsmitglieder stehen den Versicherten bei Bedarf zur Verfügung. Das Ziel dieses Gesprächs besteht darin, die Mitglieder von transfair für die bevorstehenden Wahlen zu sensibilisieren.
Ist es nicht zu früh dafür? Die Wahlen finden erst im kommenden Herbst statt.
Die Wahlen für den Stiftungsrat von comPlan haben noch nie Massen begeistert! Die Wahlbeteiligung war immer niedrig. Die Versicherten sind sich nicht bewusst, wie wichtig es ist, sich zu engagieren und ihre Vertreterinnen und Vertreter im Stiftungsrat zu wählen. Es lohnt sich also, diesem Trend der Wahlenthaltung frühzeitig entgegenzuwirken.
Liegt der Grund für die Gleichgültigkeit gegenüber diesen Wahlen nicht in der Komplexität des Themas?
Natürlich ist das Thema relativ komplex. Es beinhaltet politische, finanzielle, aber auch wirtschaftliche und soziale Aspekte. Alle haben schon von Zinssätzen und Umwandlungssätzen gehört, ohne wirklich zu wissen, worum es sich dabei handelt. Es ist klar, dass dieses Thema vor allem ältere Menschen interessiert, da sie kurz vor der Pensionierung stehen. Dabei finanziert sich der Ruhestand nicht erst ab 50, sondern bereits ab Beginn der Berufstätigkeit. Die Situation der Pensionskassen wird oft debattiert. Was gestern noch galt, gilt heute nicht mehr. Dies kann zu einer gewissen Unsicherheit führen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: passiv zuzuschauen oder sich zu informieren, zu recherchieren, proaktiv zu sein. Gerade diese Wahlen sind die Chance, aktiv zu werden und die Strategie von comPlan zu beeinflussen.
Wie wichtig ist in dieser Lage eine starke Vertretung des Personals?
Die Vertretung des Personals ist von entscheidender Bedeutung, um der Stimme der Versicherten Gehör zu verschaffen. Von den 14 Mitgliedern des Stiftungsrats werden sieben von den Versicherten gewählt. Es ist daher wichtig, dass sie die erforderlichen Kompetenzen besitzen, um die Interessen der Versicherten und Pensionierten langfristig wahren zu können.
Welche Kompetenzen sollte ein Mitglied des comPlan-Stiftungsrats mitbringen?
Natürlich sollte man Interesse am Sozialversicherungssektor, insbesondere an der beruflichen Vorsorge, haben. Eine gewisse Erfahrung im Finanzbereich kann ebenfalls ein wichtiger Faktor sein. Um eine solche Position zu übernehmen, sind auch analytische Fähigkeiten und strategisches Denken erforderlich. Wichtig zu wissen ist, dass die für diese Tätigkeit erforderliche Zeit von der Firma zur Verfügung gestellt wird und dass comPlan erstklassige Schulungen anbietet. Zentral ist, dass die Kandidierenden ein grosses Interesse an der Thematik haben und motiviert sind, sich weiterzubilden und zu lernen.
Welche Herausforderungen stehen beim Stiftungsrat in den nächsten Jahren im Fokus?
Die Herausforderungen sind klar. Es geht darum, den Fortbestand der Pensionskasse zu sichern und gleichzeitig gute Leistungen für die Versicherten zu garantieren. Ein Mitglied des Stiftungsrats muss langfristig denken, die Risiken analysieren und alle Parameter berücksichtigen. Das ist nicht nur wichtig für die Zukunft, sondern auch enorm spannend. Als Stiftungsrat bietet sich zudem die Möglichkeit, ein breites berufliches Netzwerk aufzubauen. Ich ermutige alle Mitglieder dazu, sich die Wahlperiode in der Agenda zu notieren und sich für ihre berufliche Vorsorge inklusive Stiftungsratswahlen zu interessieren.