Bei DMC droht 4000 Angestellten die Kündigung – transfair fordert Weiterbeschäftigung

Post & Logistik

Fast 4000 DMC-An­ges­tell­ten droht Kündigung - transfair fordert Wei­ter­bes­chäf­ti­gung

Die Direct Mail Company (DMC) muss aus wirtschaftlichen Gründen ein Konsultationsverfahren im Bereich der Werbezustellung gesamtschweizerisch eröffnen. Rund 4000 Personen sind von dieser Massnahme betroffen. Die Tochtergesellschaft der Post informierte transfair darüber, dass das Verfahren bis 13. November 2023 läuft. Der Personalverband zeigt sich stark betroffen und fordert die Weiterbeschäftigung der Betroffenen innerhalb des Postkonzerns. Der Personalverband ist für seine Mitglieder da und begleitet sie eng.

Diego Frieden

In Kürze

  • Die Direct Mail Company startet aus wirtschaftlichen Gründen ein Konsultationsverfahren wegen einer beabsichtigten Massenentlassung.
  • Betroffen sind rund 4000 Personen.
  • Das Konsultationsverfahren läuft bis 13. November 2023.
  • Die Weiterbeschäftigung des Personals hat für transfair oberste Priorität
  • transfair begleitet seine Mitglieder aktiv.

Vom Konsultationsverfahren betroffen sind rund 3’900 Zustellerinnen und Zusteller. Diese arbeiten in Kleinstpensen (5 Prozent bis 20 Prozent) einmal in der Woche und verteilen Gratiszeitungen und unadressierte Werbung in die Haushalte. Weiter betroffen sind 70 Gebietsleitende an den verschiedenen Standorten mit einem Beschäftigungsgrad zwischen 70 und 100 Prozent. Der Personalverband transfair ist bestürzt, dass Mitarbeitende mit einem Nebenverdienst Gefahr laufen, ihre Arbeit zu verlieren. Diego Frieden, Verantwortlicher für die Sozialpartnerschaft mit DMC, hält betroffen fest: «Für viele Mitarbeitende ist der DMC-Lohn ein wichtiger Zustupf zum knappen Einkommen, oft am oder unter dem Existenzminimum. Dass so viele Leute nun den Job verlieren könnten, wäre für Betroffene ein Schicksalsschlag.»

„„Für transfair hat oberste Priorität, dass den betroffenen Mitarbeitenden im Konzern Post eine Weiterbeschäftigung angeboten wird.

Diego Frieden, Verantwortlicher Sozialpartnerschaft mit DMC

transfair fordert Weiterbeschäftigung aller Betroffenen

Zwischen dem 25. Oktober und 10. November 2023 werden die Mitarbeitenden in den verschiedenen Regionen zu Informationsanlässen eingeladen, wo ihnen die Geschäftsleitung den Stand und das weitere Vorgehen vor Ort erläutert. Im Rahmen des eröffneten Konsultationsverfahrens kann jeder resp. jede einzelne Mitarbeitende bis 13. November 2023 Vorschläge einbringen, wie die Auflösung der Werbezustellung verhindert oder die Folgen abgefedert werden könnten. Der Personalverband transfair hat beantragt, das Verfahren zu verlängern: «Die letzten Informationsanlässe sind gegen Ende der geplanten Periode terminiert, was ungenügend Zeit für die Mitarbeitenden zulässt. Und eine so ausserordentlich grosse Massenentlassung verlangt mehr als die üblichen drei Wochen» so Diego Frieden. Der Personalverband wird mit seinen Mitgliedern erarbeitete Vorschläge einreichen. Weiter betont Diego Frieden «Für transfair hat oberste Priorität, dass den betroffenen Mitarbeitenden im Konzern Post eine Weiterbeschäftigung angeboten wird.»

Sozialplan für den Notfall

Falls es zu Kündigungen kommt, fordert transfair die Verhandlung eines Sozialplans, der dem Ernst der Lage gerecht wird. Dieser soll den harten Schicksalsschlag für Betroffene abfedern und Begleitmassnahmen vorsehen. Als Sozialpartner steht transfair allen Mitarbeitenden in dieser schwierigen Situation für Fragen zur Verfügung.

Medienauskunft

Diego Frieden Stellvertretender Branchenleiter Post/Logistik & Zentralsekretär

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