Sozialpartnertreffen BAZG: mehr Transparenz!

Öffentliche Verwaltung

Sozialpartnertreffen BAZG: mehr Transparenz!

Während Reorganisationen ist eine transparente und umfassende Kommunikation zentral, insbesondere wenn es um die Stellenbesetzung geht. transfair hat an den Sozialpartnertreffen mit dem BAZG moniert, dass diese Transparenz nicht in allen Fällen vorhanden war – und nun die Mitarbeitenden die Konsequenzen daraus zu tragen haben.

Matthias Humbel

Das Wichtigste in Kürze:

  • transfair traf das BAZG zum Sozialpartnergespräch, um über aktuelle personalrelevante Themen zu diskutieren.
  • transfair engagiert sich dabei für Mitarbeitende, die sich bei der Besetzung von Gruppenführerpositionen nicht (wieder) beworben und daher ihren Wachtmeister-Grad verloren haben
  • Die Fristen bei der Überführung der Zollfachleute und Grenzwächter:innen wurden präzisiert fest

 

transfair diskutierte mit dem BAZG an der Aussprache vom 28. April 2022 über verschiedene personalrelevante Fragen sowie über aktuelle Projekte des Amtes. Mit seinen Anliegen fand der Personalverband trotz offener und intensiver Diskussionen in dieser Sitzung wenig Gehör.

Gradverluste bleiben bestehen

Besonders eingesetzt hatte sich transfair dabei für diejenigen Mitarbeitenden, die bei der Besetzung von Gruppenführerpositionen altershalber auf eine (Wieder-)Bewerbung verzichtet hatten und sich zu ihrer Überraschung und Verärgerung daraufhin mit dem Verlust ihres Wachtmeister-Grades konfrontiert sahen. Für transfair ist dabei unverständlich, dass dies den betroffenen Mitarbeitenden nicht vorgängig transparent offengelegt wurde und ihnen im Gegenteil zugesichert wurde, dass ihnen durch den Funktionsverlust nichts passiere. Dass diese Mitarbeitenden nun die Konsequenz einer nicht genügend gründlichen Kommunikation tragen sollen, ist stossend.

Transparente Kommunikation ist zentral

Die Bewerbungen im Direktionsbereich Operationen erfolgten oftmals auf Stellen, bei denen weder ein abschliessender Stellenbeschrieb noch die künftige Lohnklasse definiert waren. Das allein ist für transfair schon heikel. Besonders wichtig ist dann aber, dass sobald die Informationen vorliegen, diese dann korrekt und umfassend den betroffenen Mitarbeitenden kommuniziert werden. Hier scheint es nicht immer so funktioniert zu haben, wie es sollte.

Klarheit zu Fristen bei der Überführung der Zollfachleute und Grenzwächterinnen und Grenzwächter

Transparenz schafft das BAZG hingegen bei den verschiedenen Fristen und Terminen zur Überführung der Zollfachleute und Grenzwächterinnen und Grenzwächter. Die entsprechenden Fristen finden sich im Intranet des BAZG im Protokoll der Sitzung.

Sprachkompetenzen nutzen

Transparenz hilft auch beim effizienten Einsatz des Personals. transfair freut sich, dass sich eine hohe Anzahl an BAZG-Mitarbeitenden für den Unterstützungspool des SEM für Flüchtende aus der Ukraine zur Verfügung gestellt haben. Allerdings würde es sich aus Sicht des Personalverbandes anerbieten, bei der Auswahl der Freiwilligen auch die jeweiligen Sprachkompetenzen zu berücksichtigen. Die Angaben, welche Mitarbeitenden Sprachkenntnisse in Ukrainisch haben, hat das Amt. Jetzt müssen diese Informationen idealerweise auch genutzt werden.

Regelmässige Sozialpartnertreffen

transfair trifft sich mehrmals im Jahr mit dem BAZG zu Aussprachen und Informationskonferenzen, um aktuelle Themen zum Personal zu besprechen. Nicht Inhalt dieser Sitzungen sind aber die Diskussionen im Rahmen der Sozialplanverhandlungen sowie die Arbeitsgruppen zur Umsetzung von DaziT sowie zu den künftigen Arbeitsbedingungen und -regelungen.