Wenn transfair mitwirkt, geht es dem Personal besser

Wenn transfair mitwirkt, geht es dem Personal besser © REDPIXEL/AdobeStock

Es lohnt sich, gewerkschaftlich organisiert zu sein. Denn transfair ist als Personalverband an vielen Fronten für seine Mitglieder aktiv: führt Verhandlungen zu Lohn, Gesamtarbeitsverträgen (GAV) oder Sozialplänen oder ist in Entscheidungsgremien, wie dem Stiftungsrat von Swisscom oder der Post, vertreten. transfair setzt sich täglich für seine Mitglieder ein und erzielt konkrete Ergebnisse.

Sich gewerkschaftlich zu organisieren, bietet die Möglichkeit, sich innerhalb eines Unternehmens mehr Gehör zu verschaffen. Genau das ist die tägliche Aufgabe von transfair: die Mitarbeitenden im Service Public zu vertreten, ihre Rechte zu wahren und ihre Forderungen bei all seinen Sozialpartnern geltend zu machen.
 
Die Zugehörigkeit zu einem Personalverband bietet nicht nur umfassenden Schutz im beruflichen Umfeld. Es ist zudem ein Weg für die Mitglieder, sich zu ihren Arbeitsbedingungen zu äussern. Und sie ist ein Zeichen der Solidarität mit den Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen.
 
Sicher ist, dass sich die sozialpartnerschaftliche Arbeit von transfair sowie die Mitgliederbetreuung auszahlen und dazu beitragen, die Situation der Angestellten im Service Public in verschiedenen Bereichen zu verbessern. Ein Überblick über gewisse Handlungsfelder des Personalverbands zeigt den Stellenwert der Gewerkschaftsarbeit und die Bedeutung einer Mitgliedschaft. Klar ist: Wo Gewerkschaften und Personalverbände aktiv sind, geht es den Mitarbeitenden um einiges besser.

Organisiert sein, ein Zeichen der Solidarität

Die Erfolge von Personalverbänden sind zahlreich und eine Mitgliedschaft hat viele Vorteile. Ein Blick auf die Gewerkschaftsarbeit zeigt, dass sie in den letzten Jahren äusserst erfolgreich war. Dies spiegelt sich jedoch nicht im Organisationsgrad (Prozentzahl der gewerkschaftlich organisierten Personen) wider. Der Anteil der Gewerkschaftsmitglieder ist in der Schweiz in den letzten 15 Jahren stetig gesunken.
 
Doch der Trend könnte sich durchaus ändern. Die Corona-Krise zeigt auf, wie wichtig Solidarität ist. Wie wichtig es ist, sich zusammenzutun, zusammenzustehen und sich gemeinsam für seine Rechte und Anliegen einzusetzen. transfair ist sich seiner wichtigen Rolle bewusst, wird weiter für die Arbeitnehmenden im Service Public kämpfen und daran arbeiten, dass das Bewusstsein für die Vorteile einer Mitgliedschaft im Personalverband gestärkt wird.
Die Verhandlung guter Arbeitsbedingungen ist eine der Hauptaufgaben von transfair. Mehr noch: Der Personalverband hat die Gelegenheit, sich durch seine Mitglieder, die in Führungs- oder Entscheidungsgremien bei seinen Sozialpartnern vertreten sind, Gehör zu verschaffen.

Direkter Draht in die Verwaltungsräte

Ein Artikel der Tageszeitung «Le Temps» vom 4. Januar 2021 hat die Aufmerksamkeit von transfair geweckt. Er verwies auf verschiedene Studien zur Arbeitnehmervertretung in Verwaltungsräten.
 
In der Schweiz ist die Vertretung der Arbeitnehmenden auf oberster Ebene wenig üblich. Als positive Ausnahme wird Swisscom genannt. Im Verwaltungsrat von Swisscom sitzen zwei Vertretende der Arbeitnehmenden. Dazu gehört auch Sandra Lathion, die eng mit Robert Métrailler, dem Leiter der Branche Communication von transfair, zusammenarbeitet. Das Netzwerk des Personalverbands geht noch weiter. In der Branche Post/Logistik arbeitet der Branchenleiter René Fürst mit Ronny Kaufmann zusammen, einem der beiden Vertreter der Mitarbeitenden im Verwaltungsrat der Post.
 
transfair ist stolz, dass diese beiden Personen die Werte des Personalverbands in diesen leitenden Gremien vertreten. Auch die SBB hat zwei Vertreter des Personals in ihrem Verwaltungsrat. Die bundesnahen Betriebe gehen also auf Schweizer Ebene mit gutem Beispiel voran!

Arbeitnehmende, die auf höchster Ebene vertreten sind, haben bessere Löhne

Diese Vertretung und die Zusammenarbeit tragen Früchte! Das geht aus einer Ende 2020 durchgeführten Studie hervor, die im selben Artikel in «Le Temps» zitiert wird: Wenn Arbeitnehmende im Verwaltungsrat vertreten sind, profitieren sie von einem höheren Gehalt. Ein Blick auf die Studie zeigt, dass sich die Kenntnisse vor allem auf Norwegen konzentrieren. Dort ist die Vertretung der Arbeitnehmenden im Verwaltungsrat von Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitenden obligatorisch. Ein Vorbild für die Schweiz?

transfair redet bei der beruflichen Vorsorge mit

Mit seinen Mitgliedern ist transfair auch in den paritätischen Organen der Pensionskassen seiner Sozialpartner vertreten. So verleiht transfair seinen Mitgliedern im wichtigen Bereich der beruflichen Altersversorgung eine Stimme. Die in diese Organe gewählten Mitglieder von transfair vertreten die Anliegen des Personals. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der schwierigen Aufgabe der Rentensicherung.
transfair engagiert sich mit Herzblut für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen. Auch bei Umstrukturierungen kommt transfair zum Zuge und verhandelt gute Sozialpläne, die nötigen Schutz für Betroffene bieten.

Bessere Löhne

Lohnverhandlungen sind ein weiterer Pfeiler der Gewerkschaftsarbeit. Das Bundesamt für Statistik (BFS) führt jedes Jahr eine Lohnumfrage bei den Arbeitgebern, Personalverbänden und Gewerkschaften durch, die in der Schweiz die wichtigsten GAV verhandeln, darunter auch transfair. Laut BFS haben im Jahr 2020 ca. 1,6 Millionen Arbeitnehmende, die diesen GAV unterstellt sind, durchschnittlich eine Erhöhung der effektiven Löhne von 0,9 Prozent erhalten. Die Mindestlöhne in diesen GAV sind ausserdem um 0,7 Prozent gestiegen. Mit Verhandlungen werden gute Resultate erzielt, die die Bedeutung der von transfair geleistete Arbeit zeigen.
 
Für 2021 haben die Corona-Krise und die schwierigen Konjunkturprognosen den Kampf um Lohnerhöhungen erschwert. transfair konnte jedoch einige gute Resultate erzielen. Insbesondere bei Swisscom, wo eine generelle Erhöhung um 0,8 Prozent dank einem positiven Geschäftsjahr des Unternehmens möglich wurde (siehe Artikel auf Seite 12). Angesichts der wirtschaftlichen Lage haben die Personalverbände des Bundespersonals von allgemeinen Forderungen abgesehen. Im Gegenzug hat transfair die Einführung von 20 Tagen Vaterschaftsurlaub gefordert. Bei der SBB haben die Sozialpartner das ursprünglich geplante Resultat für 2021 aufgrund der durch Corona verursachten Verluste nach unten korrigieren müssen. Mit der Post sind die Verhandlungen noch im Gang. transfair strebt ein Resultat an, das dem Engagement der Mitarbeitenden des öffentlichen Dienstes seit Beginn der Gesundheitskrise Rechnung trägt.
 
Für den Überblick aller Lohnresultate hier klicken. 

Fortschrittliche GAV

Das Herzstück der Aufgaben von transfair ist der Abschluss guter GAV. Diese werden laufend verhandelt und aktualisiert. Dank einer Mitgliedschaft bei transfair können die Mitglieder mitbestimmen, welche Verbesserungen transfair angeht, oder sogar an den Verhandlungssitzungen teilnehmen.
 
transfair verhandelt alle GAV im Einklang mit der gesellschaftlichen Entwicklung. Gute Beispiele sind die neusten GAV von Post CH und von localsearch, beide gültig seit 1. Januar 2021. Dort hat transfair den Fokus darauf gelegt, bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie zu schaffen. Mit Erfolg: Das Personal von localsearch erhält mehr Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub, klarere Regeln zu Homeoffice und auch das Thema Care-Arbeit ist besser abgedeckt. Zudem hat transfair einen höheren Mindestlohn und höhere Nacht- und Sonntagsarbeitszuschläge verhandelt (siehe Artikel auf Seite 13). Bei der Post gibt es ebenfalls mehr Vaterschaftsurlaub, das klare Recht, in der Freizeit nicht erreichbar zu sein, und das Personal in Teilzeit mit fixer Arbeitsplanung kann neu fixe Sperrtage definieren.

Sozialpläne, ein notwendiger Schutz

In einer Zeit, in der Umstrukturierungen für die Sozialpartner von transfair an der Tagesordnung sind, ist es wichtig, gute Sozialpläne zu verhandeln. Insbesondere ältere Arbeitnehmende stehen derzeit vor grossen Herausforderungen: Digitalisierung, schwierige Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Natürlich ist transfair bestrebt, Massnahmen zu verhandeln, die den Verlust des Arbeitsplatzes für die Mitarbeitenden im Service Public generell verhindern und deren Beschäftigungsfähigkeit sicherstellen. Doch in gewissen Fällen lässt sich das nicht verhindern. Stabile Sozialpläne helfen, Verluste abzufedern. Die Arbeit von transfair erweist sich als echte Absicherung in einer sich verändernden und unsicheren Arbeitswelt.