Wie sinnvoll sind Mitwirkungs-Meetings?

Wie sinnvoll sind Mitwirkungs-Meetings? ©transfair
02.07.2021

Personalplanung und Mitwirkungs-Meetings sind zu einer unumgänglichen Übung geworden. Von Jahr zu Jahr durchlaufen die Sozialpartner den mühsamen Prozess, jeden Fall zu analysieren und Lösungen zu finden.

Im Rahmen dieser Treffen informiert Swisscom ihre Sozialpartner über die anstehenden Reorganisationen und darüber, wie viele Personen betroffen sind. Die Mitwirkungs-Meetings sind getrieben vom Wunsch der Unternehmensleitung, einerseits die Kosten zu senken und andererseits die Strukturen der Einheiten im Hinblick auf die Marktentwicklung und die Technologie zu überdenken.
 
Obwohl die ersten Zahlen der von Umstrukturierungen betroffenen Menschen besorgniserregend sind, haben der diesjährige Mitwirkungsprozess und die Personalfluktuation den Verlust von Arbeitsplätzen stark reduziert. Durch die Erschliessung neuer Bereiche kann der Personalbestand der Swisscom-Gruppe stabilisiert werden. Auf den ersten Blick könnte man sagen, dass der Mitwirkungsprozess relativ gut funktioniert. Dabei ist jedoch nicht zu vergessen, dass der Markt neue Fähigkeiten und neue Profile verlangt. Diese kommen aber zunehmend aus dem Ausland oder Swisscom holt sich die Kompetenzen durch Outsourcing an Bord.

Alles im grünen Bereich?

Eben nicht! Diese wiederholten Sparübungen führen zu einem Gefühl der Resignation und machen es den Mitarbeitenden schwer, in die Zukunft zu blicken. Ihr Unbehagen ist offensichtlich. Doch es ist schwierig, zu sagen, ob sich der Stellenabbau negativ auf die Qualität der Dienstleistungen auswirkt oder nicht. Die Leute gehen, aber die Arbeit bleibt an den «Hinterbliebenen» hängen, mit immer grösserem Druck. Die Situation ist nicht länger tragbar.
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