Petition Namensschilder: Wer an der Grenze arbeitet, hat ein Recht auf Datenschutz!

In Zeiten sozialer Netzwerke und einer rasanten technologischen Entwicklung können Personen anhand ihres Vor- und Nachnamens einfach und schnell ausfindig gemacht werden.

Einige Angehörige des Grenzwachtkorps wurden aufgrund ihres Namensschildes identifiziert und im Zusammenhang mit ihrer Arbeit bereits durch unzufriedene Personen kontaktiert. Dies kann negative Auswirkungen haben; auch im Privatleben. Teilweise sogar schwerwiegende.

Die Notwendigkeit einer klaren Identifizierung von Personen, die im öffentlichen Dienst tätig sind, stellt transfair damit nicht in Frage gestellt. Dies kann jedoch auch durch eine Identifikationsnummer gewährleistet werden, die über offizielle Stellen zugeordnet werden kann.

transfair fordert deshalb in seiner Petition, dass der Nachname (bzw. der Nachname und der Anfangsbuchstabe des Vornamens) durch ein Schild mit Identifikationsnummer ersetzt wird. Auf diese Weise wird das Personal geschützt und es ist schwieriger, Mitarbeitende in ihrem privaten Umfeld ausfindig zu machen. Der Personalverband transfair fordert von der Eidgenössischen Zollverwaltung:
  • Dass im laufenden Jahr die Gespräche sowohl zu den Schutzwesten wie auch zu den Namensschildern aufgenommen werden
  • Dass die Personalverbände in beiden Fällen frühzeitig und umfassend einbezogen werden
  • Dass die Haltung des Personals – wie sie unter anderem aus der vorliegenden Petition sowie aus den Resultaten der noch laufenden transfair Umfrage sichtbar werden – bei den Entscheiden berücksichtigt werden
  • Dass bei der Evaluation der Schutzwesten-Tragepflicht externe Experten aus den Bereichen Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Unfallprävention einbezogen werden