transfair verhandelt mit der EZV über künftige Arbeitsbedingungen

transfair verhandelt mit der EZV über künftige Arbeitsbedingungen © Eidgenössische Zollverwaltung
15.09.2021

Seit Anfang Mai 2021 verhandelt transfair mit der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) über die künftigen Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden im Dienstbereich Operationen. Nun liegen erste Zwischenergebnisse vor. Die Verhandlungen zu einzelnen Themen werden aber noch bis Ende 2022 weitergehen.

Seit Mai 2021 führen transfair und weitere Personalverbände mit der EZV Verhandlungen, um wichtige Fragen zu den künftigen Arbeitsbedingungen zu klären. Im Fokus der Gespräche: die Lohnklasse der künftigen Funktion der Fachspezialisten Zoll und Grenzsicherheit, die Planung der Diensttouren, die Spesen-Entschädigung und die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden.
 
Nach mehreren Verhandlungsrunden in verschiedenen Arbeitsgruppen liegt nun ein erstes Zwischenergebnis vor. Die Verhandlungen werden noch bis Ende 2022 weitergehen. Arbeitsgruppen kümmern sich um die Themen Spesen und Zuschläge, um die Einsatzplanung und die Arbeitszeitbestimmungen, um den Gesundheitsschutz und um die Pensionierungsregelungen gehen.

Neue Lohnklasse

Die Sozialpartner haben die Stellenbeschreibungen für die neuen Funktionen inklusive den Spezialisierungen «Waren», «Personen» und «Transportmittel» erarbeitet. Die Zuweisung der Lohnklasse kann nun aber nicht durch die Sozialpartner verhandelt werden, sondern wird durch das Eidgenössische Personalamt vorgenommen. Für transfair ist dabei weiterhin die ursprüngliche Forderung nach Lohnklasse 18 für die neuen Funktionen die Richtschnur.
 
Die Lohnanpassungen werden auf den Zeitpunkt der individuellen Vertragsunterzeichnung erfolgen, die Lohngarantien laufen auch ab diesem Zeitpunkt. Dies wird – mit Ausnahme derjenigen Kader, die bereits eine Stelle mit Vorbehalt der neuen Lohnklasse angenommen haben – voraussichtlich ab Mitte 2023 der Fall sein.

Überführung bisheriger Mitarbeitende

Hier konnten bereits wichtige Ergebnisse erzielt werden. So sichert die EZV zu, dass es aufgrund der Transformation zu keinen Entlassungen kommen wird. Für diejenigen, die aufgrund objektiver persönlicher Gründe nicht in das neue Berufsbild überführt werden können, wird es passende Lösungen geben. Ebenfalls wird es auch weiterhin Stellen geben, für die keine Bewaffnung notwendig ist. Muss eine neue Stelle gefunden werden, ist die EZV um Lösungen bemüht, die mindestens den Vorgaben des Sozialplanes entsprechen.
 
Grundsätzlich aber soll jedem der Übergang in das neue Berufsbild ermöglicht werden. Die dafür nötigen Aus- und Weiterbildungen werden allen Mitarbeitenden angeboten. Zudem erhalten alle Mitarbeitenden Unterstützung, um die Erfordernisse zu erreichen – wobei es aber mit Ausnahme der Sicherheits- und Interventionstechnik (SIT) Ausbildung keine Leistungsnomen zu erreichen geben wird.

Erleichterungen für ältere Mitarbeitende

Für Mitarbeitende über 50 Jahre sollen Erleichterungen geprüft werden, dazu werden neue Formen der Dienstplanung im Rahmen von Pilotprojekten in den Regionen getestet werden. Ziel ist es, die gesundheitliche Belastung für diese Mitarbeitende reduzieren zu können. Diese Inhalte werden in einer der neuen Arbeitsgruppen weiter vertieft werden.
 
Insgesamt auf Kurs
Für transfair sind die Zwischenresultate erfreulich. Noch fehlen in vielen Bereichen die konkreten Resultate – diese werden wie erwähnt in den neuen Arbeitsgruppen diskutiert – der Kurs stimmt aber. Die EZV hat sich bis anhin offen und gesprächsbereit für die Forderungen der Personalverbände gezeigt, im Grundsatz sind sich die Sozialpartner in weiten Teilen einig.
 
Nun muss es in diesem Geiste weitergehen, denn die «Knochenarbeit» mit der Ausarbeitung der konkreten Regelungen steht aber erst noch an. transfair wird sich dafür einsetzen, dass der konstruktive Dialog auch auf dieser Ebene weitergeht und so gute Lösungen für die Mitarbeitenden der EZV gefunden werden können.
 
Die Zwischenresultate im Detail finden Sie hier.
Einsatzbereiche
EZV, Grenzwachtkorps