transfair trifft den Chef der Armee

transfair trifft den Chef der Armee © VBS DDPS
15.12.2020

transfair hat sich mit dem Chef der Armee (CdA), Korpskommandant Thomas Süssli über die aktuellen Herausforderungen der Armee und über die Situation beim Personal im Bereich Verteidigung unterhalten. Veränderungen stehen unter anderem beim Berufsmilitär an.

Die Armee kämpft um die Gunst der jungen Frauen und Männer. Die benötigten Bestände an Milizpersonal zu rekrutieren und dann auch in der Armee zu halten, ist nach wie vor eine grosse Herausforderung. So zeigen Auswertungen für den Jahrgang 1989, dass nur 39 Prozent der jungen Frauen und Männer ihre Dienstpflicht vollständig erfüllen. Entsprechend ist die Armee bemüht darum, diese Situation zu verbessern. Dies hat auch Auswirkungen auf das Berufsmilitär, das sich zu wesentlichen Teilen aus Angehörigen der Milizarmee rekrutiert.

Verbesserungen für das Berufsmilitär

Ein wichtiger Aspekt zur Verbesserung der Situation sind deshalb die Arbeitsbedingungen für das Berufsmilitär. Der CdA erläuterte im Gespräch den aktuellen Stand des Projekts Berufsmilitär 4.0. Mit diesem soll das Berufsbild attraktiver gestaltet werden. Erste Workshops haben stattgefunden. Bis Ende 2021 soll das Grobkonzept für das neue Berufsbild stehen. Die ersten Ideen aus dem Projekt sehen vielversprechend aus.
 
transfair begrüsst diese Arbeiten deshalb ausdrücklich. Es ist höchste Zeit, dass die Berufsbilder aktualisiert und modernisiert werden. Denn nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen wird die Armee auch künftig in der Lage sein, genügend motiviertes und qualifiziertes Personal zu rekrutieren. transfair wird sich im Projekt im Rahmen von Soundingboards einbringen.

Höheres Rentenalter, höherer Lohn

Bei den Berufsunteroffizieren (BU) ändern sich nicht nur die Berufsbilder, sondern auch der Lohn. Anfang 2021 werden die Funktionen der BU um eine Lohnklasse angehoben. Auch das ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt. Damit schliesst sich die Lohnschere zu den Berufsoffizieren (BO) wieder etwas. transfair begrüsst dieses wichtige Zeichen der Wertschätzung gegenüber den BU. Dies auch angesichts der nun geltenden angepassten Pensionierungsregelungen. Die beiden Massnahmen stehen in keinem direkten Zusammenhang, trotzdem ist die bittere Pille der Rentenalterserhöhung durch die Anpassung der Lohnklasse etwas leichter zu schlucken.

Nichts Neues bei der Militärversicherung

Keine Neuigkeiten gibt es bei der durch den Bundesrat angestossenen Überprüfung der Militärversicherung. Das von den Personalverbänden bekämpfte Projekt liegt weiterhin beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). Die Personalverbände sind mittlerweile aber selbst wieder aktiv geworden und haben beim BAG interveniert und dieses an die Zusicherung erinnert, die Verbände rechtzeitig in die Arbeiten zu integrieren.
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