angepasste Personalverordnungen beim Bund - transfair wehrt sich!

angepasste Personalverordnungen beim Bund - transfair wehrt sich! ©thodonal_Adobe Stock
20.08.2020

Der Bund beabsichtigt, Lohngarantien für über 55-Jährige zu kürzen. transfair wehrt sich in seiner Stellungnahme zur Revision der Bundespersonalverordnungen entschieden gegen diese Verschlechterung.

Auf den 1. Januar 2021 will der Bundesrat angepasste Personalverordnungen in Kraft setzen. Die Anpassungen haben es in sich. Der wesentlichste Punkt betrifft die Lohngarantie für Mitarbeitende, die älter als 55 Jahre sind und deren Stelle unverschuldet tiefer eingestuft wird. Diese will der Bundesrat auf fünf Jahre reduzieren. Heute wird dieser Lohn – ausser bei Funktionen ab Lohnklasse 32 – unbeschränkt beibehalten.
 
transfair ist empört darüber, dass der Schutz bei älteren Mitarbeitenden derart gelockert werden soll. Mit der heute geltenden Regel trägt der Arbeitgeber den schlechteren Chancen seiner älteren Mitarbeitenden auf dem Arbeitsmarkt Rechnung und verhindert Renteneinbussen.

Wo bleibt der Schutz für ältere Arbeitnehmende?

Dieser Schutz wird nun durchlöchert, denn im schlimmsten Fall werden die Mitarbeitenden mit 60 Jahren noch Lohnverluste erleiden – oder in Frühpension gehen. Inwieweit sich Mitarbeitende in tieferen und mittleren Funktionsstufen eine Frühpensionierung leisten können, ist eine andere Frage – auch weil der Bund seine Beiträge an die Überbrückungsrente massiv gekürzt hat.
 
transfair hat auf diesen Angriff auf die Arbeitsbedingungen bereits reagiert und in einer Stellungnahme zur Revision den Abbau kritisiert. Der Personalverband behält sich weitere Schritte vor, sollte die Bundesverwaltung nicht von dieser Entscheidung absehen.