Dank transfair: Bundespersonal kriegt mehr Vaterschaftsurlaub

Dank transfair: Bundespersonal kriegt mehr Vaterschaftsurlaub ©Gaetan Bally (Keystone)
12.05.2021

Es gibt Neuerungen bei den Arbeitsbedingungen des Bundes. Grundsätzlich bringt die neue Bundespersonalverordnung viel Positives mit sich: Dank der Forderung von transfair gibt es neu 20 Tage Vaterschaftsurlaub. Für die Betreuung von kranken Kindern gibt es neu einen Betreuungsurlaub. Zudem wird die Arbeit im Homeoffice künftig entschädigt. Bei den Lohngarantien konnte transfair Schlimmeres verhindern. Der Personalverband ist grosso modo zufrieden mit den Änderungen.

Der Bund setzt per 1. Januar 2022 eine Forderung von transfair um: Der Vaterschaftsurlaub wird von 10 auf 20 Tage verdoppelt. Künftig können Väter mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. transfair hatte diese Forderung an den letzten Lohnverhandlungen mit Bundesrat Ueli Maurer eingebracht. Mit dieser Umsetzung macht der Bund einen wichtigen Schritt für eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Ausbau bei Betreuungsurlaub und Homeoffice

Bereits per 1. Juni 2021 wird ein ausgebauter Betreuungsurlaub umgesetzt: Eltern von Kindern mit schweren gesundheitlichen Problemen haben künftig Anrecht auf einen Betreuungsurlaub von bis zu 14 Wochen. Der Bund anerkennt damit die Bedeutung der Arbeit pflegender Angehöriger.
 
Ebenfalls per 1. Juni 2021werden verschiedene Regelungen zum Homeoffice in Kraft gesetzt. Der Bundesrat erleichtert seinem Personal das mobile Arbeiten. Unter anderem damit, dass der Grundsatz dafür nun in der Verordnung verankert wird. Zudem stellt die Bundesverwaltung seinen Mitarbeitenden die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung und bezahlt ihnen eine Zulage für die Auslagen. Dies sind wichtige Elemente und für transfair ein erster wichtiger Schritt. Jedoch ist für den Personalverband aber auch klar, dass die Diskussionen über die korrekte Ausgestaltung des mobilen Arbeitens beim Bund damit erst begonnen haben. Entsprechend hat der Personalverband gefordert, dass die Sozialpartner die jetzt beschlossenen Massnahmen nach einem Jahr gemeinsam evaluieren und gegebenenfalls anpassen.
 
Unnötiger Abbau beim Lohnschutz
transfair hatte sich vehement gegen die Kürzung der Lohngarantie für Mitarbeitende ab 55 Jahren gewehrt. Die Schwierigkeiten von älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt sind hinlänglich bekannt. transfair kann deshalb angesichts des Entscheides, den Schutz abzubauen, nur den Kopf schütteln. Dieser unverständliche Schritt setzt der Bundesrat per 1. Januar 2022 um.
 
Ein kleines Trostpflaster: transfair setzte sich erfolgreich dafür einsetzen, dass Lohngarantie nicht noch stärker gekürzt wurde und dass mit den Übergangsregelungen jene Mitarbeitenden geschützt werden, die bei Inkrafttreten der neuen Regelungen bereits älter als 55 Jahre sind.
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