Ende Juni gab die Post den Plan bekannt, ihren Geschäftsbereich Digital Health grösstenteils aufzulösen und die Tochtergesellschaft Sanela Health zu schliessen. Der Hintergrund: Die Post will den Betrieb des elektronischen Patientendossiers (EPD) aufgeben – nach zehn Jahren Investition in diese digitale Gesundheitslösung.
Seit gestern steht nun fest: Die angekündigten 41 Stellen werden definitiv gestrichen. Das Konsultationsverfahren ist geschlossen. Dieses Verfahren ist bei grösseren Umstrukturierungen und Massenentlassungen vorgeschrieben und verpflichtet die Unternehmen, die Vorschläge ihrer Belegschaft und der Gewerkschaften anzuhören, wie Kündigungen verhindert oder abgemildert werden könnten. transfair hat dazu drei zentrale Forderungen gestellt.
- Kündigungen, wo immer möglich, über die natürliche Fluktuation umsetzen. Dazu soll die Post dem Abbau bei Digital Health und der Schliessung der Sanela Health AG mehr Zeit einräumen.
- Die betroffenen Mitarbeitenden innerhalb des Konzerns weiterbeschäftigen. Das gilt umso mehr, als die Post ansonsten spezialisiertes Fachwissen verlieren würde, das sie vielleicht bald wieder braucht. Nämlich dann, falls anstelle des EPDs das elektronische Gesundheitsdossier (E-GD) eingeführt wird und sie den Zuschlag für den Betrieb der neuen Plattform erhält.
- Die betroffenen Mitarbeitenden rechtzeitig und detailliert informieren, damit sie ihre Rechte, Pflichten und insbesondere die geltenden Fristen kennen.