PostNetz Team-Reorganisation: Veränderungen werden abgefedert

PostNetz Team-Reorganisation: Veränderungen werden abgefedert
18.03.2019

Die Gespräche mit PostNetz, die mehrere Monate gedauert haben, waren konstruktiv und zielführend. transfair konnte sich mit den Verantwortlichen auf gute Überführungsgrundsätze und Abfederungsmassnahmen einigen. Damit werden die negativen Auswirkungen der Reorganisation auf die Mitarbeitenden minimiert.

Die neue Teamorganisation bringt für alle Mitarbeitenden im Netz Veränderungen. transfair hat sich von Anfang an für Fairness und Transparenz eingesetzt. Wichtig war transfair ausserdem, dass die flankierenden Massnahmen weiter gehen als die gesetzlichen Vorgaben. Dies ist den Verhandlern gelungen. Für die betroffenen Mitarbeitenden werden folgende Massnahmen umgesetzt:

1. Grundsätzlich kommt bei einer Stellenveränderung oder bei Stellenverlust der Sozialplan Post CH oder der Sozialplan für Kader-Mitarbeitende zur Anwendung:
  • Lohneinbussen werden ausfinanziert
  • und die betroffenen Mitarbeitenden werden bei ihrer Stellensuche unterstützt
2. Darüber hinaus wurden folgende flankierenden Massnahmen vereinbart:
  • Filialleiter, die keine neue Führungsfunktion übernehmen werden, bekommen das Angebot, als Kundenberater im Unternehmen weiterzuarbeiten.
  • Die Überführungssystematik orientiert sich an den Lohnbändern von Post CH. Diese sind um zehn Prozent höher als jene von PostNetz. Die folgende Abbildung zeigt die Überführungsgrundsätze auf: Lohneinbussen sind zwar möglich, werden aber bei gleichbleibender Funktionsstufe nicht die Regel sein.
  • Die Sozialpläne werden erst nach Beendigung des Stellenbesetzungsprozesses, also am 1. Mai 2020, eröffnet. Dieses Datum gilt auch für die Berechnung des Kostendachs des Sozialplans.
  • Mitarbeitende «PN3» ab einem Alter von 58 Jahren, die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstellt sind, dürfen sich vorzeitig pensionieren lassen. Das heisst, sie haben einen befristeten Rechtsanspruch darauf. Die Post leistet in diesem Fall eine einmalige Zusatzzahlung in die Pensionskasse. Die Höhe dieser Einmalzahlung richtet sich danach, wie viele Monate der/dem Mitarbeitenden bis zum ordentlichen Pensionsantrittsalter fehlen. Pro fehlendem Monat erhält die Person 3'700.- Franken. Der Gesamtbetrag der Einmalzahlung ist jedoch auf 24 Monatsbeträge bei Frauen und 36 Monatsbeträge bei Männern beschränkt.
  • Ansprechpersonen vor Ort verlieren im Zuge der Reorganisation ihre Zulagen. Dieser Verlust wird ausfinanziert.
 
Im Rahmen der Gespräche hat PostNetz zudem zugesichert, dass die Sozialpartner ab April/Mai 2019 Verhandlungen zu den Lohnbänderobergrenzen bei PostNetz führen werden.
 
transfair ist mit den verhandelten Massnahmen zufrieden. Obwohl es nicht vermieden werden kann, dass sich im Einzelfall schwierige Situationen ergeben, werden die negativen Auswirkungen der Reorganisation so gering als möglich gehalten. Das verhandelte Gesamtpaket geht deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Dies ist ein Erfolg, von dem alle Betroffenen profitieren.
 
Gut zu wissen: Als transfair Mitglied profitieren Sie zusätzlich von einer persönlichen Beratung und Begleitung. Vom Bewerbungsprozess bis hin zu Pensionierungsfragen: Mit transfair können Sie auf die Unterstützung eines kompetenten und diskreten Partners zählen. Die Regionalsekretariate von transfair sind für Sie da.
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