Der Preis der Sparpolitik

Öffentliche Verwaltung

Der Preis der Sparpolitik

Die Sparpolitik von Bundesrat und Parlament hinterlässt Spuren in der Bundesverwaltung: Stellen werden abgebaut, Organisationen umgebaut und die Arbeitsbelastung steigt. transfair begleitet die Betroffenen und setzt sich auf allen Ebenen für faire Lösungen ein.

Matthias Humbel
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Zwei Mitarbeiterinnen vom Landwirtschafts-Forschungsinstitut Agroscope bei der Arbeit auf einer Wiese

Direkte und indirekte Einsparungen beim Bundespersonal

Die Sparpolitik von Bundesrat und Parlament hat spürbare Folgen für das Bundespersonal. Kürzungen im Personalbereich gehören mittlerweile fast zum politischen Alltag. Mit dem Entlastungspaket 2027 (EP27) hat sich die Situation zusätzlich verschärft. Neben Verschlechterungen bei den Anstellungsbedingungen führt das Paket erneut zu Kürzungen der Personalbudgets in den Bundesämtern. Hinzu kommt: Werden die Budgets für Sachausgaben – Projekte, IT oder Dienstleistungen – gekürzt, hat das häufig auch Folgen für den Personalbestand.

Inzwischen hat das Parlament das EP27 zwar abgespeckt: 2027 müssen insgesamt nur noch 1,4 Milliarden statt der ursprünglich geplanten 2,4 Milliarden Franken gespart werden, 2028 noch 1,9 und 2029 noch 2 statt je 3 Milliarden. Aber, und das ist besonders stossend: Die Sparmassnahmen beim Bundespersonal bleiben bestehen. Im April 2026 doppelte der Bundesrat sogar noch zwischenzeitlich nach und beschloss eine weitere Querschnittskürzung im Eigenbereich und damit nochmals beim Personal. Zwar nahm er diese Kürzung im Juni wieder zurück, nachdem sich deutlich höhere Bundeseinnahmen abzeichneten. Doch in vielen Fällen war der Schaden bereits angerichtet.

Personalabbau bei Agroscope und beim BAZG

Die Folgen sind inzwischen sichtbar. Agroscope baut 58 Vollzeitstellen ab. Beim Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) werden im Rahmen einer Reorganisation Regional- und Lokalebenen zusammengelegt und rund 25 Kaderstellen abgebaut. Und auch die vom Parlament im Dezember 2025 entschiedene Kürzung in der Öffentlichkeitsarbeit des Bundes wird den Abbau von über 60 Stellen zur Folge haben. In anderen Ämtern wird ebenso Personal abgebaut oder es ist nächstens damit zu rechnen.

transfair steht dem Personal zur Seite

transfair begleitet diese Entwicklungen eng. Der Personalverband steht im regelmässigen Austausch mit dem Eidgenössischen Personalamt (EPA) und den betroffenen Ämtern. Er unterstützt Mitglieder bei Reorganisationen und Stellenabbau, berät sie in arbeitsrechtlichen Fragen und setzt sich für tragfähige Lösungen ein. Gleichzeitig bringt transfair die Anliegen des Bundespersonals auch auf politischer Ebene ein – unter anderem in Anhörungen der Geschäftsprüfungskommissionen und der Finanzkommissionen beider Räte.

Bist du von Stellenabbau betroffen?

Melde dich bei transfair – wir unterstützen dich und stehen für deine Rechte ein. Unser Rat: Wende dich frühzeitig an uns, möglichst bevor du der Beendigung deines Arbeitsverhältnisses schriftlich oder mündlich zustimmst.