Unsere Forderungen in den transfair-Branchen
Für das Jahr 2027 fordert der Personalverband transfair durchschnittliche Lohnerhöhungen von rund 2 Prozent. Berücksichtigt werden insbesondere die aktuelle und kumulierte Teuerung sowie die steigenden Krankenkassenprämien.
In unseren drei Branchen ICT, Post/Logistik und öffentlicher Verkehr fordern wir deutlich fairere und umfassendere Massnahmen als in der letzten Lohnrunde. Bei Swisscom haben 2026 vor allem die Aktionärinnen und Aktionäre profitiert. Die Mitarbeitenden erhielten nur eine geringe Lohnerhöhung. Bei der Schweizerischen Post war es ähnlich. Zwar trug der erzielte Kompromiss den Bedürfnissen des Personals am Ende Rechnung und berücksichtigte insbesondere die tiefen Einkommen. Trotzdem profitierte der Bund als Aktionär klar stärker. Dividendenerhöhungen, die die Lohnentwicklung übersteigen: Das darf sich 2027 nicht wiederholen. Die SBB gewährte fürs laufende Jahr ausschliesslich individuelle Lohnerhöhungen. Diese von transfair ausgehandelte Lösung brachte insbesondere jüngeren Mitarbeitenden Vorteile. Gleichzeitig gingen Tausende Beschäftigte leer aus und erhielten keinen Ausgleich für die gestiegenen Lebenshaltungskosten. 2027 sollen alle profitieren.
Für das Bundespersonal fordert transfair eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent. Letztes Jahr sprach das Parlament so tiefe Lohnmassnahmen, dass das Personal Reallohnverluste hinnehmen musste. Auch in den Vorjahren konnte die Teuerung nicht immer ausgeglichen werden. Trotzdem bleibt transfair mit seinen Forderungen für die Branche moderat und nimmt so Rücksicht auf die politischen Realitäten: In den letzten fünf Jahren hat das Parlament das von transfair und dem Bundesrat ausgehandelte Lohnergebnis drei Mal nach unten korrigiert. Umso mehr halten wir für 2027 an unserer Forderung fest, um mindestens die aktuelle und die aufgelaufene Teuerung auszugleichen. Zudem verlangen wir, dass das Parlament die Verhandlungsergebnisse der Sozialpartner respektiert.