ETH-Bereich: transfair setzt sich für sichere Arbeitsplätze und faire Löhne ein

Öffentliche Verwaltung

ETH-Bereich: transfair setzt sich für sichere Arbeitsplätze und faire Löhne ein

transfair macht sich aktuell an verschiedenen Fronten für die Mitarbeitenden des ETH-Bereichs stark, zum Beispiel bei der bevorstehenden Mega-Reorganisation: Der ETH-Rat will die vier Forschungsanstalten PSI, EMPA, EAWAG und WSL unter einer Organisationsstruktur zusammenfassen. Wir begleiten diesen Prozess kritisch. Zudem fordern wir für die Löhne 2027 endlich einen echten Ausgleich. Und: Wir setzen uns für einen besseren Brandschutz an der ETH Zürich ein.

Marguerite Bouillet
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Die Lobby der Empa mit dem Empa-Logo an der Betonwand

In Kürze

  • Der ETH-Rat will seine vier Forschungsanstalten PSI, EMPA, EAWAG und WSL unter eine gemeinsame Organisationsstruktur bringen. Wir fordern: Die Sozialpartner und Personalvertretungen müssen eng in die Transformation einbezogen werden. Die Arbeitsplätze und die Qualität der Dienstleistungen – insbesondere im administrativen Support – müssen erhalten bleiben.
  • Neben der Reorganisation laufen die Verhandlungen über die Löhne 2027. transfair fordert vom ETH-Rat eine generelle Lohnerhöhung von 2,2 Prozent.
  • An der ETH Zürich haben sich Mitarbeitende mit Bedenken zum Brandschutz an uns gewandt. transfair hat das Gespräch mit der Direktion gesucht, um die Sicherheitsmassnahmen zu verbessern. Ein Folgetreffen findet nächstes Jahr statt.
  • Wie vertritt transfair die Interessen der Mitarbeitenden im ETH-Bereich eigentlich konkret? Komm am 13. Oktober auf dem PSI-Campus vorbei – wir sind vor Ort und geben dir gerne Informationen.

«Fit for the Future»: Keine Effizienzsteigerungen auf Kosten des Personals!

Das Projekt «Fit for the Future» soll die Synergien im ETH-Bereich stärken. Der ETH-Rat hat dafür zwei Varianten geprüft: die Fusion der vier Forschungsanstalten PSI, EMPA, EAWAG und WSL und die Zusammenfassung der vier Institute unter einer gemeinsamen Organisationsstruktur. Diese zweite Variante läuft unter dem Namen «Swiss National Labs» (SNLs) und soll die Zusammenarbeit zwischen den Supporteinheiten und bei institutsübergreifenden Forschungsprojekten stärken. PSI, EMPA, EAWAG und da WSL bleiben dabei eigenständig. transfair und die anderen Personalverbände sprachen sich von Anfang an dafür aus. Am 29. September entschied sich auch der ETH-Rat für die «SNLs».

transfair sieht die Reorganisation aber nach wie vor kritisch: Effizienzsteigerungen müssen sinnvoll, geplant und gezielt umgesetzt werden. Sie dürfen keinesfalls auf Kosten des Personals gehen. In erster Linie gilt es, die Arbeitsplätze zu sichern. Lässt sich Stellenabbau nicht vermeiden, müssen für die betroffenen Mitarbeitenden angemessene Anschlusslösungen gefunden werden. transfair und die anderen Personalverbände erwarten vom ETH-Rat, dass er die Personalvertretungen und Sozialpartner eng in die Transformation einbezieht.

Löhne: Für 2027 braucht es einen echten Ausgleich

Auch bei den Verhandlungen für die Löhne 2027 hat transfair Erwartungen: Wir fordern eine generelle Lohnerhöhung von 2,2 Prozent. Diese Forderung gleicht die erwartete Teuerung 2026 (0,6 Prozent) und die aufgelaufenen Lohnrückstände über die letzten 4 Jahre aus. In diesem Zeitraum wurde die Teuerung nicht vollständig ausgeglichen – dadurch mussten die Angestellten des ETH-Bereichs Reallohnverluste hinnehmen: Sie können sich mit ihrem Lohn heute weniger leisten.

Die Personalverbände im ETH-Bereich betonen in ihren Forderungen: Die Lohnerhöhung muss auch dem wissenschaftlichen Mittelbau zugutekommen – also Doktorandinnen und Doktoranden, Postdocs, Assistierenden und Oberassistierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitenden. Für diese Angestellten sind die von den Gewerkschaften ausgehandelten Lohnerhöhungen besonders wichtig: Ihre Stellen sind häufig befristet und die Löhne an feste Tarife und den akademischen Werdegang gebunden. Innerhalb ihrer Gehaltsstufe gibt es deshalb nur wenige Möglichkeiten für individuelle Lohnerhöhungen. Umso wichtiger ist ein genereller Lohnanstieg. Zudem fordert transfair vom ETH-Rat im Rahmen der Lohnverhandlungen ein klares Bekenntnis, die Arbeitsbedingungen insgesamt weiterzuentwickeln. Wir erwarten konkrete Massnahmen und einen klaren Zeitplan, um über fortschrittliche und zeitgemässe Arbeitsbedingungen für das Personal zu diskutieren.

Brandschutz: Bessere Brandmeldeanlagen, bessere Kommunikation bei Tests

Ebenfalls Diskussionsbedarf sieht transfair beim Brandschutz an der ETH Zürich. Verschiedene Mitarbeitende haben sich an uns gewandt. Ihre Bedenken: Der Brandschutz an der ETH Zürich könnte lückenhaft sein. Am 15. Juni schickten die Personalverbände der Direktion Immobilien und Betrieb einen Brief. Anschliessend gab es ein Treffen, um Risikobewertung, Alarmsysteme und eine bessere Einbindung des Personals bei Tests zu besprechen. Das Gespräch verlief positiv: Die Direktion zeigte sich bereit, zusätzliche Mittel in die Brandmeldeanlagen zu investieren und die Kommunikation vor und nach den durchgeführten Tests zu verbessern. Zudem will sie die Personalverbände künftig stärker in die Ausarbeitung von Brandschutzmassnahmen einbeziehen. Im Frühjahr 2027 findet ein weiteres Treffen mit den Sozialpartnern statt.

Treffen mit den Personalverbänden am PSI

Möchtest du besser verstehen, wie die Personalverbände im ETH-Bereich deine Interessen vertreten? Am 13. Oktober 2026 ab 10 Uhr sind transfair, die anderen Personalverbände im ETH-Bereich und die Personalkommission in der Aula des PSI vor Ort. Wir laden unsere Mitglieder herzlich ein, vorbeizukommen und die Veranstaltung auch an interessierte Personen weiterzuempfehlen. Die Teilnahme gilt als Arbeitszeit.