Entstehungsgeschichte

Um das Jahr 1919 sind in der Schweiz die christlichen Gewerkschaften entstanden. In der GCV, der Gewerkschaft christliches Verkehrspersonal, haben sich Arbeiter und Angestellte des öffentlichen Verkehrs zusammengeschlossen. Der GCV gehörten aber auch Sektionen des Militärs (Zeughäuser, Militärflugplätze), der Zollverwaltung und der allgemeinen Bundesverwaltung an. Das Verkehrspersonal umfasste verschiedene Sektionen des SBB-Personals und einiger Privatbahnen. Nach 1945 sind einige Kategorienvereinigungen entstanden, die sich speziell mit den Entwicklungen und Themen von einzelnen Berufsgruppen befassten.

Die Kategorie Lokomotivpersonal konnte 1997 ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Die Kategorienvereinigung hatte einen eigenen Vorstand der viermal im Jahr tagte. Seine Aufgabe bestand darin, sich mit aktuellen Berufsanliegen des Lokomotivpersonals auseinanderzusetzen, dazu Stellungnahmen abzugeben oder an Verhandlungen mit den Sozialpartnern mitzuwirken (Arbeitszeitregelungen, Nebenbezüge, Arbeitspläne, Ausbildungskonzepte etc.). Die Kategorie führte alljährlich eine Kategorientagung durch und organisierte Bildungstage, Ausflüge und Reisen für das Lokpersonal. Sie verfasste unter anderem Lehrmittel für die periodischen Prüfungen und redigierte das Mitteilungsblatt “Plus-Plus“. Am 1. März 1972 ist die erste Nummer des Plus-Plus erschienen - bis Ende 1999 folgten rund 80 weitere Ausgaben.

Im Jahr 2000 ist aus der Fusion der GCV mit dem Christlichen Verband des PTT Personals (ChPTT) die neue Gewerkschaft transfair entstanden. Damit wurden grundsätzlich auch neue Verbandsstrukturen eingeführt und die Kategorienvereinigungen wurden aufgelöst. Für das Lokpersonal wollten wir aber die Jahrestagung und die Kategorienreisen weiter pflegen. Ein Team des früheren Kategorienvorstandes und der Sektion Lokpersonal Zürich hat sich diesen Aufgaben angenommen und so fand 2011 die 64. Jahrestagung des Lokomotivpersonals in Luzern statt.

Mit dem Reformprojekt transfair 2010 erfolgten weitere Sektionszusammenschlüsse. Die neuen Sektionen umfassen heute oft einige hundert Mitglieder aus allen möglichen Berufsgattungen.