Umfrage Sozialplan

Liebe Aktiv-Mitglieder der Branche Post/Logistik

Die Verhandlungen für den neuen Sozialplan haben im August 2019 ein gutes Ende gefunden. Der neue Sozialplan gilt ab 1. Januar 2021. Teile des Verhandlungsergebnisses sollen bereits per 1. Januar 2020 umgesetzt werden. Dies kann jedoch erst nach der sogenannten Ratifizierung – der Zustimmung der drei unterschriftsberechtigten Sozialpartner – stattfinden. transfair will deshalb allen Aktiv-Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich zum neuen Sozialplan zu äussern und wird dazu eine breite Umfrage lancieren. Nehmen Sie zwischen dem 26. August 2019 und dem 9. September 2019 die Chance der aktiven Mitwirkung wahr und nehmen Sie an der Sozialplan-Umfrage teil.
 
Rote Linien von transfair
transfair war sich von Beginn der Verhandlungen an bewusst, dass eine sozialpartnerschaftliche Verhandlung ein Geben und Nehmen ist. Gewisse «rote Linien» hat transfair jedoch gesetzt und erfolgreich verteidigt:
  • Anstellungsgarantie verteidigen
  • Marktfähigkeit durch Weiterbildung erhalten
  • Ein Sozialplan von dem alle Mitarbeitenden profitieren
  • Keine Lohnsenkungen bei gleicher Funktionsstufe
  • Gutes Gesamtniveau des Sozialplans halten
  • Zumutbarkeitskriterien (Arbeitsweg, Lohn, etc.) von neuen Stellen bei Reorganisationen neu definieren.
 
Gutes Verhandlungsresultat
transfair ist mit dem neuen Sozialplan zufrieden, konnten doch einige wichtige Punkte erreicht und verbessert werden. Bei allen Verhandlungsaspekten hat sich der Personalverband überlegt, ob die Massnahme hilft, mehr Stellen als Alternativen anbieten zu können. Lieber eine interne Alternative als gar keine!

transfair hat sich während den Verhandlungen auf die Resolution «Zukunft für ALLE» gestützt und gefordert, dass der Aus- und Weiterbildung eine höhere Priorität eingeräumt wird. Wenn mehr in die Vorsorge der Arbeitsmarktfähigkeit durch Aus- und Weiterbildung investiert wird, gibt dies bessere Zukunftsperspektiven und eine gewisse Arbeitsplatzsicherheit. Dies bedeutet wiederum, dass weniger Nachsorge durch Sozialplanleistungen benötigt wird. Ein wichtiger Schritt ist also, dass mehr in die Vorsorge (Aus- und Weiterbildung) investiert wird, weshalb eine Umschichtung stattgefunden hat, die sich mit besserer Prävention und etwas tieferen Sozialplanleistungen zeigt. In all seinen Sitzungen hat transfair der spezifischen Situation der Baby-Boomer-Jahrgänge Rechnung getragen.

Frühpensionierungen und Anstellungsgarantie mit mehr Absicherung im Alter
Durch Frühpensionierungen resultieren heute schlechtere Renten ab 64 resp. 65 Jahren. Mit der Verschiebung der Anstellungsgarantie von 55/20 auf 58/20, wobei die erstgenannte Zahl dem Alter entspricht und die zweitgenannte der Anstellungsdauer, wird dieser Situation Rechnung getragen und sie wird so deutlich verbessert. Neu haben Mitarbeitende also eine Anstellungsgarantie bis zum ordentlichen Rentenalter von 64 resp. 65 Jahren. Die neue Anstellungsgarantie (vorher nur bis 62 Jahre, neu bis 65 Jahre) hat vor allem auch Vorteile für Personen mit tieferen Einkommen. Weil länger in die Pensionskasse einbezahlt werden kann, ist auch die Rente höher. Es wird aber weiterhin die Möglichkeit geben, bei Reorganisationen bereits ab 62 Jahren in Pension zu gehen. Dies einerseits mit einer Pensionskassenverstärkung von 1700 CHF pro Monat und andererseits zusätzlich einer Überbrückungsrente von 2000 CHF pro Monat.

Mehr Informationen zum Sozialplan finden Sie hier:
  • Synpose (Vergleich zwischen altem und neuem Sozialplan)