Zukunft von PostFinance: transfair stellt die Arbeitsplatzsicherheit in den Fokus

Zukunft von PostFinance: transfair stellt die Arbeitsplatzsicherheit in den Fokus © transfair
05.06.2020

Heute hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur Teilrevision des Postorganisationsgesetzes eröffnet. Damit will er der PostFinance ermöglichen, Hypotheken und Kredite anzubieten, um sich im hart umkämpften Markt besser positionieren zu können. Dies erachtet transfair als wichtigen Schritt, denn zahlreiche Arbeitsplätze hängen am seidenen Faden. Was transfair jedoch aufhorchen lässt, ist die mögliche Teilprivatisierung, die der Bundesrat vorschlägt.

Dass die PostFinance endlich Zugang zum Hypotheken- und Kreditgeschäft erhalten soll, begrüsst transfair. Es ist ein wichtiges Zeichen für das Personal von PostFinance, das mit der Umsetzung des Restrukturierungsprojektes «Victoria 2020» Federn lassen musste. Die Erschliessung dieser neuen Geschäftsfelder könnte also massgebend zur Stabilisierung beitragen.
 
Wesentlich kritischer zeigt sich transfair betreffend Teilprivatisierung. Denn diese könnte sich negativ auf das Personal von PostFinance auswirken. Prioritär für transfair ist, dass sich die Arbeitsbedingungen vom gesamten Personal nicht verschlechtern und dass dieses Personal weiterhin von einem guten GAV profitieren kann. Albane Bochatay, stellvertretende Branchenleiterin Post/Logistik, verspricht: «Das Wohlergehen des Personals steht an erster Stelle. transfair setzt sich dafür ein, dass die Bedürfnisse der Mitarbeitenden gehört werden.»
 
transfair wird alle Aspekte dieser vorgesehenen Aufhebung begutachten und nach ausführlicher Prüfung im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens Stellung beziehen. Wie auch der Bundesrat, spricht sich transfair gegen eine volle Privatisierung aus. PostFinance gehört zu den systemrelevanten Banken und hat einen Grundversorgungsauftrag, den es zu erfüllen gibt. Für transfair ist zentral, dass der Bund im Falle einer Teilprivatisierung Mehrheitsaktionär bleibt.
Einsatzbereiche
PostFinance AG