Was ist los bei SPS?

Was ist los bei SPS? © knallgrün
11.07.2017

Schlechtes Arbeitsklima und seit Jahren nicht saldierte Minusstunden in den SPS-Betrieben. transfair intervenierte bei der Geschäftsleitung und fordert die Wahrnehmung der Führungsverantwortung, die dringende Einhaltung des GAV der SPS AG sowie die sofortige rückwirkende Saldierung der angehäuften Minus- und Plusstunden!

Seit 2014 nehmen die zuständigen Vorgesetzten der SPS AG ihre Führungsverantwortung nicht wahr: die Saldierung der Minus- und Plusstunden, die gemäss GAV per Ende Jahr vorgenommen werden sollte, wurde vernachlässigt Obwohl das Zeiterfassungssystem die Vorgesetzten bei einer Überschreitung des Solls entsprechend alarmiert, wurde  nichts gegen den Umstand unternommen. Dadurch sammelten sich auf den Zeitkonten der Mitarbeitenden SPS bis zu 400 Minus- oder Plusstunden an.

Mitarbeitende werden sogar aktiv dazu angehalten, ins Minus zu gehen und zu zusätzlichen Einsätzen an Samstagen zur Kompensation aufgefordert. Schichteinsätze werden kurzfristig abgesagt oder zusätzlich angeordnet. Krankheitsbedingte Ausfälle nehmen durch diesen willkürlichen Umgang zu. In der Folge werden die gesunden Mitarbeitenden angehalten, unter noch grösserem Druck die Arbeitsaufträge noch schneller zu verarbeiten, damit sie mehr leisten können.

Verantwortliche von SPS nehmen ihre Fürsorgepflicht nicht wahr
Mitarbeitende werden, wenn sie ihre Vorgesetzen auf die Saldierung der Zeitsaldi gemäss GAV ansprechen, lediglich vertröstet oder gar abgewiesen. Dieses Verhalten zeugt von wenig Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden, wirkt demotivierend und macht krank. Es herrscht ein Klima der Verunsicherung. Die wenigsten Mitarbeitenden trauen sich, sich zu wehren und leiden unter den aktuellen Umständen.

transfair interveniert an höchster Stelle
transfair hat mehrmals bei der Geschäftsleitung von SPS gegen diese Zustände interveniert und hat diesen Missstand nun in die Fachkommission Post Konzern eskaliert. Die Arbeitgeberin ist aufgrund der noch nicht erfolgten Arbeitszeitsaldierung in Verzug geraten, weshalb transfair die sofortige rückwirkende Saldierung der Minus- und Plusstunden fordert. Die Minusstunden müssen auf 0 gestrichen und die Plusstunden kompensiert und teilweise ausbezahlt werden.

transfair hat als Sozialpartner einen runden Tisch mit der Geschäftsleitung von SPS gefordert, damit endlich eine faire Lösung gefunden und umgesetzt werden kann. Von transfair setzt sich Susanna Meierhans, Verantwortliche für die Sozialpartnerschaft mit SPS AG, für die Interessen der Mitarbeitenden «eigenständig.mutig.persönlich.» ein. Sie steht mit den PeKo-Präsidenten von SPS Härkingen und SPS Mülligen in regelmässigem Kontakt. transfair bleibt dran!
Einsatzbereiche
Swiss Post Solutions