Wann platzt den Kolleginnen und Kollegen der Paketzustellung und -sortierung der Kragen?

Wann platzt den Kolleginnen und Kollegen der Paketzustellung und -sortierung der Kragen? © Die Schweizerische Post
08.10.2020

Immer noch Volllast für die Paketboten und die KollegInnen in den Paketzentren, die schon seit dem Lockdown anhält und nun weiter bis zur Weihnachtszeit verlängert wird. Irgendwann müssen sich die Mitarbeitenden wieder erholen können und zu einem normalen Arbeitsrhythmus zurückfinden.

Viele Paketboten und Mitarbeitende in den Paketzentren sind müde von der starken Arbeitsbelastung seit der Ausrufung des Covid-19-Lockdowns und sehnen sich nach Erholung.

Für das Weihnachtsgeschäft werden Paketmengen mit deutlich höherem Volumen gegenüber dem Vorjahr erwartet. Diese riesigen Mengen, welche durch die Paketboten zu verteilen und in den Paketzentren zu verarbeiten sind, können nicht mehr mit nur zwei Samstagzustellungen bewältigt werden. Deshalb wird an den vier Samstagen vom 28. November bis am 19. Dezember 2020 jeweils eine Vollzustellung stattfinden.
 
Daraus darf aber nicht automatisch der Schluss gezogen werden, dass die Boten alle vier Samstage arbeiten, nachdem sie schon von Montag bis Freitag voll im Einsatz standen.

transfair erinnert daran: Die gesetzlichen Grundlagen müssen eingehalten werden:

a) Maximal 5.5-Arbeitstage pro Woche, das heisst mindestens 1.5 Tage arbeitsfrei. Dies bedeutet für den freien Halbtag: keine Arbeit zwischen 06:00 und 14:00 Uhr oder keine Arbeit zwischen 12:00 und 20:00 Uhr.
b) Idealerweise 5-Tage-Woche, der arbeitsfreie Tag ist dabei nicht zwingend der Samstag.
c) Die Planung soll realistisch sein und darf die 50-Stunden-Grenze pro Woche geplant nicht überschreiten
d) Ruhezeiten sind einzuhalten
 
transfair ruft seine Mitglieder dazu auf, sich bei den Regionalsekretariaten zu melden, wenn es längere Arbeitsphasen ohne genügend Erholung oder Fragen zur Einsatzplanung und den Arbeitszeiten gibt.