Übergang Mailhandling von Asendia zu Swissport

Übergang Mailhandling von Asendia zu Swissport ©Asendia
19.07.2017

Basierend auf dem Begehren von transfair konnten mit der Post im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang des Mailhandlings von Asendia Switzerland zu Swissport einige offene Fragen geklärt werden. Rund 70 Mitarbeitende sind von diesem Reorganisationsvorhaben betroffen. Am Gespräch mit der Post, welches am 14.7.2017 stattfand, konnten diverse Themen bereinigt werden.

Der Betriebsübergang von Asendia Switzerland (ASCH) zu Swissport betrifft rund 70 Mitarbeitende:
  • 13 Mitarbeitende wechseln von ASCH zu PostLogistics; für diese Mitarbeitenden gelten die Bestimmungen des Sozialplans.
  • Von den fünf Lernenden schliessen drei per 31.7.2017 die Ausbildung ab und zwei wechseln in das Briefzentrum Zürich.
  • Für die vier Mitarbeitenden IMS zeichnet sich eine Lösung ab; diese ist aber noch nicht fest verhandelt.
  • 40 Mitarbeitende wechseln von ASCH zu Swissport.
Nach zweimaliger mündlicher Vorankündigung wurde den Mitarbeitenden der Übergang von ASCH zu Swissport mit Schreiben vom 6.7.2017 offiziell angekündigt. Die im Schreiben erwähnte Rücksendefrist bis 24.7.2017 kann im Fall von längeren ferienbedingten Abwesenheiten individuell verlängert werden. Bei Ablehnung wird das Arbeitsverhältnis entschädigungslos und unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist aufgelöst.
 
Damit kann gesagt werden, dass den Mitarbeitenden grundsätzlich ein zumutbares Angebot im Sinne des Sozialplanes unterbreitet worden ist. Die Zumutbarkeitskriterien des Sozialplans sind nachstehend aufgeführt.
 
Die neue Stelle ist generell zumutbar, wenn
- der neue Jahresgrundlohn maximal 10% tiefer ist als der bisherige.
- die Differenz vom aktuellen bis zum neuen Arbeitsort bzw. Basisort höchstens
  60 Minuten beträgt.
- der neue Arbeitsweg vom Wohnort zum neuen Arbeitsort bzw. Basisort maximal
  30 Minuten länger ist als der bisherige.
- der Lohn den berufs- und ortsüblichen, insbesondere den gesamt- oder normal-
  arbeitsvertraglichen Bedingungen entspricht.
 
Am 14.7.2017 fand das Gespräch mit den Verantwortlichen der Post statt. transfair konnte Klarheit erreichen und die Situation in einigen Punkten transparenter machen.
 
Zusammenfassung
Auch wenn der Abschied von der Post emotional schwierig ist, darf das Gesamtpaket als sehr gut beurteilt werden. Das gemachte Angebot ist deutlich besser als die Zumutbarkeit wie sie im Sozialplan der Post vorgesehen ist:
  • Der Arbeitsort und damit der Arbeitsweg ändern nicht.
  • Der bisherige Lohn wird während einem Jahr garantiert.
  • Swissport garantiert den Kündigungsschutz während einem Jahr.
  • Der GAV Swissport ist in etwa gleichwertig zum GAV Post CH AG.
  • Die Treueprämie wird während einem Jahr nachfinanziert.
  • Keine Probezeit bei Swissport.
  • Die Wochenarbeitszeit wird von 42 auf 40 Wochenstunden reduziert.
  • Die Pensionskasse ist insgesamt vergleichbar; höhere Umwandlungssätze und tieferes Rentenalter (63 für alle).
Im August/September 2017 findet mit allen betroffenen Mitarbeitenden ein Gespräch betreffend den Anstellungsbedingungen nach Ablauf des Übergangsjahres statt, insbesondere soll der Lohn ab dem 1.9.2018 festgelegt werden. Am Gespräch nehmen nebst dem Mitarbeiter auch die HR Vertretung der Post und jene von Swissport teil. transfair Mitglieder haben gemäss aktuellem GAV das Recht, eine Vertrauensperson beizuziehen.
 
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