Neuer Sozialplan und breites Präventionsprogramm für Mitarbeitende im Gesamtarbeitsvertrag der Post

Neuer Sozialplan und breites Präventionsprogramm für Mitarbeitende im Gesamtarbeitsvertrag der Post © Jamrooferpix/Adobestock
26.08.2019

Die Post, der Personalverband transfair und die Gewerkschaft syndicom haben den Sozialplan für die Post CH AG, PostAuto AG und PostFinance AG neu verhandelt. Die Sozialpartner haben zusätzlich zum Sozialplan ein breites Präventionsprogramm initiiert. Ziel des Programms ist es, die Mitarbeitenden der Post auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten und zu unterstützen, denn die Arbeitsformen und Berufsbilder werden sich auch bei der Post im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung stark verändern.

Die Schweizerische Post, der Personalverband transfair und die Gewerkschaft syndicom haben den Sozialplan für die Post CH AG, PostAuto AG und PostFinance AG neu verhandelt. Die grösste Veränderung stellt die Anstellungsgarantie für Mitarbeitende mit 20 oder mehr Berufsjahren bei der Post dar. Heute müssten sich die Betroffenen mit 62 Jahren frühpensionieren lassen. Neu gilt die Anstellungsgarantie ab dem 58. Lebensjahr (vorher ab dem 55.) und bis zum ordentlichen AHV-Alter. Die Betroffenen erhalten ab dann eine bessere Rente als heute. Der neue Sozialplan wurde zudem in verschiedenen Punkten vereinfacht, so zum Beispiel die Kritierien, inwiefern ein verändertes Anstellungsverhältnis zumutbar ist. Der Sozialplan stellt einen Anhang des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) dar. Dieser wird derzeit neu verhandelt. Vorbehältlich der Ratifizierung tritt der neue Sozialplan am 1.1.2021 zusammen mit dem neuen GAV in Kraft.

Breites Präventionsprogramm für eine nachhaltige berufliche Zukunft
Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung werden sich die Arbeitsformen und Berufsbilder bei der Post auch in Zukunft stark verändern. Die Post nimmt ihre Verantwortung als Arbeitgeberin wahr und unterstützt ihre Mitarbeitenden auf dem Weg zu einer nachhaltigen beruflichen Zukunft stärker. Aus diesem Grunde hat die Post zusätzlich zum Sozialplan und gemeinsam mit den Sozialpartnern ein breites Präventionsprogramm initiiert. «Lebenlanges Lernen wird in unserer schnellen digitalen Arbeitswelt immer wichtiger. Die Post will ihre Mitarbeitenden dabei optimal unterstützen», sagt Valérie Schelker, Leiterin Personal und Mitgleid der Konzernleitung der Post. Im Rahmen des Programms sensibilisiert die Post ihre Mitarbeitenden und Vorgesetzten darauf, sich mit ihrer persönlichen beruflichen Weiterentwicklung auseinanderzusetzen. Dazu gehören Massnahmen wie organisierte Teamworkshops, Laufbahnberatungen oder die Förderung von digitalen Kompetenzen. Für die Begleitung im Veränderungsprozess werden interne Botschafterinnen und Botschafter für Zukunftsorientierung ausgebildet. Das Präventionsprogramm tritt bereits am 1.1.2020 in Kraft.
 
Erfolg für die Sozialpartnerschaft
Die Trägerschaft, die das Präventionsprogramm begleitet, setzt sich aus den Mitgliedern der Sozialpartner zusammen. transfair und syndicom stehen gleichermassen hinter dem guten Ergebnis aus den gemeinsamen Verhandlungen. René Fürst, Leiter Branche Post/Logistik vom Personlverband transfair zeigt sich zufrieden: «Die Resultate bedeuten bessere Renten und Zukunftsperspektiven für das Personal. Für transfair ein weitsichtiger und sinnvoller Schritt». Matteo Antonini, Leiter Sektor Logistik der Gewerkschaft syndicom: «Die Herausforderung der Digitalisierung müssen die Sozialpartner gemeinsam angehen. syndicom betrachtet diese Vereinbarung als Modell für die weitere Zusammenarbeit in der Personalentwicklung. Und dass die Post in der Digitalisierung ihre soziale Verantwortung gemeinsam mit den Gewerkschaften wahrnehmen will, erachten wir als Erfolg.»
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post, PostAuto AG, PostFinance AG