Neuer GAV IMS ist verhandelt

Neuer GAV IMS ist verhandelt © Boudewij Huysmans/Unsplash
05.07.2019

Die Sozialpartner haben die Verhandlungen zum neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) IMS, der ab 2020 gelten wird, erfolgreich abgeschlossen. transfair freut sich, dass der GAV zu Gunsten der Mitarbeitenden erweitert wird.

Da der aktuelle GAV Ende 2019 endet, wurden die Anstellungsbedingungen in den vergangenen Monaten neu verhandelt. «Wir haben nach intensivsten Verhandlungen einen grossen Erfolg für die Mitarbeitenden erzielen können», berichtet Susanna Meierhans, transfair Verantwortliche der Sozialpartnerschaft IMS und Regionalsekretärin.

Neben Erweiterungen zu Gunsten der Mitarbeitenden bleiben die übrigen bestehenden Vertragsbedingungen erhalten. Die wichtigsten Änderungen und Zusätze, die per 1. Januar 2020 gelten, sind im Folgenden aufgeführt:
  • Bezahlte Pausen:
    Laut aktuellem GAV, der bis 31. Dezember 2019 gilt, haben die Mitarbeitenden Anspruch auf eine bezahlte Pause von 15 Minuten, sofern sie mindestens 3.5 Stunden ununterbrochene Arbeitszeit geplant haben. Zusätzlich haben die Mitarbeitenden mit dem neuen GAV, der ab 1. Januar 2020 gilt, Anspruch auf eine zweite bezahlte Pause von 15 Minuten, wenn die Tagesarbeitszeit mindestens 7 Stunden beträgt. Damit wird der Forderung nach genügend Erholung Rechnung getragen.
  • Auslagenersatz (Spesen):
    Mitarbeitende im Aussendienst erhalten laut aktuellem GAV eine monatliche Spesenpauschale von 100 Franken. Damit sind sämtliche Verpflegungskosten bis und mit 10 Franken abgegolten. Ab 2020 erhalten die Mitarbeitenden im Aussendienst eine deutlich erhöhte monatliche Spesenpauschale von 250 Franken, mit der sämtliche Mittags-Verpflegungskosten abgegolten werden. Mitarbeitende, die normalerweise nicht im Aussendienst tätig sind, erhalten bei auswärtiger Arbeitsleistung ebenfalls Auslagenersatz. Für ein Frühstück erhalten sie bis zu 10 Franken, für ein Mittagessen und ein Abendessen jeweils bis zu 17 Franken. Per 1. Januar 2020 wird die IMS-Spesen-App abgeschafft und damit die Spesenabrechnung auch für die Mitarbeitenden vereinfacht.
  • Weiterbildung:
    Schon bisher waren die Mitarbeitenden berechtigt und verpflichtet, sich weiterzubilden. Von IMS angeordnete Weiterbildungen wurden auch als Arbeitszeit angerechnet und finanziert. Ab 2020 haben die Mitarbeitenden zusätzlich die Möglichkeit, bei der vorgesetzten Person einen Antrag auf Unterstützung einer Weiterbildung (in Form von Zeit oder Geld) zu stellen. Sollte dieser Antrag abgelehnt werden, können sich die Mitarbeitenden an die zuständige HR-Leitung wenden, die neu abschliessend entscheidet. Eine Ablehnung muss schriftlich begründet werden. Dadurch werden die laufende Weiterbildung und die Arbeitsmarktfähigkeit gestärkt.
  • Sozialvereinbarung:
    Neue wesentliche Verbesserung ist die Erhöhung der Entschädigung gemäss Sozialvereinbarung nach Alter und Anstellungsjahren. Das führt in spezifischen Fällen zu höheren Abgangsentschädigungen.
Vergleich Abgangsentschädigung nach Alter und Anstellungsjahren


Der neue GAV IMS gilt ab 1. Januar 2020 für alle Mitarbeitenden von IMS und IMSClean, die eine Anstellung im GAV haben. Er ist noch von allen zuständigen Entscheidinstanzen zu genehmigen. Nach der definitiven Unterzeichnung wird der neue GAV IMS im Intranet publiziert.

Weiterführende Informationen erhalten Sie bei:
Susanna Meierhans, Regionalsekretärin transfair Region Mitte, Tel. 031 944 41 38, E-Mail: susanna.meierhans@transfair.ch

Synopse GAV IMS
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post, IMS AG