Erfolg für transfair in der Paketzustellung – Weiterentwicklung AZB unter Dach und Fach

Erfolg für transfair in der Paketzustellung – Weiterentwicklung AZB unter Dach und Fach © Die Schweizerische Post
18.04.2017

Aufgrund von regelmässigen Rückmeldungen seiner Mitglieder hat transfair von der Post beim System der Arbeitszeitberechnung (AZB) Verbesserungen gefordert. Nach vier Verhandlungsrunden haben die Sozialpartner im März 2017 eine generelle Übereinkunft zu einem neuen System der AZB für die Paketboten getroffen.

Die für transfair wichtigsten Forderungen nach mehr Transparenz in der Zeitabrechnung, Abkehr von den Saisonzeiten, Rücksichtnahme auf ältere Mitarbeitende etc. wurden dank unserer aktiven Verhandlungsdelegation von der Post akzeptiert.

Die Mitglieder von transfair haben das Verhandlungsresultat am Branchenkongress vom 6. April in Chur einstimmig genehmigt.
 
Die Einigung umfasst folgende Eckpunkte:
  • Arbeitszeit setzt sich wie bisher aus Fixzeiten, berechneten und erfassten variablen Zeiten  zusammen.
  • Die variablen Zeiten werden monatlich aufgrund von mindestens fünf Referenztagen pro Tour berechnet.
  • Das Festlegen von provisorischen Werten sowie die Saisonzeiten entfallen.
  • Der Zeitausweis der Mitarbeitenden wird neu gestaltet und die Transparenz erhöht. Nebst der gutgeschriebenen Zeit wird auch die gescannte Zeit ausgewiesen.
  • Für Mitarbeitende, die älter als 55 Jahre sind und mindestens 25 Anstellungsjahre haben, gilt bei vermindertem Leistungsvermögen zusätzlich eine spezifische Regelung bezüglich Zeitgutschrift.
 
Die Sozialpartner werden nun die Details für die Umsetzung gemeinsam erarbeiten. Die Einführung des neuen Berechnungssystems ist für das 2. Quartal 2018 geplant.