Durchbruch bei der Überbrückungsrente der Post – steter Tropfen höhlt den Stein

Durchbruch bei der Überbrückungsrente der Post – steter Tropfen höhlt den Stein © Jochen Netzker/fotolia
14.11.2017

Im Rahmen des Sozialplans übernimmt die Post für frühzeitig pensionierte Mitarbeitende, die zwischen 2018 und 2020 vorzeitig in den Ruhestand treten, künftig eine AHV-Überbrückungsrente. Nach jahrelangen Bemühungen von transfair wird so endlich sichergestellt, dass Post-Mitarbeitende bei Frühpensionierungen aus wirtschaftlichen Gründen nicht auf Leistungen anderer Sozialversicherer zurückgreifen müssen.

Die bisherige Unterstützung reichte zum Leben nicht
Wer aufgrund von Betriebsreorganisationen unfreiwillig in die Frühpension geschickt wurde, bekam bislang eine reduzierte Pensionskassenrente. Die Rente der Pensionskasse musste fürs Leben reichen, denn die AHV-Rente wird erst ab erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters ausbezahlt. Obwohl bisher das Sparkapital der Pensionskasse verstärkt wurde, reichte es mehr schlecht als recht zum Leben. Es gab zusätzliche Alternativen, wie die Beanspruchung von Arbeitslosengelder oder Ergänzungsleistungen der Gemeinde. Das war gleichbedeutend mit der Übertragung der Reorganisationskosten zu Lasten der Allgemeinheit.
 
transfair intervenierte auf allen Ebenen
Aus Sicht transfair eine unfaire und unbefriedigende Situation. Deshalb hat der Personalverband jahrelang mit Resolutionen, in persönlichen Gesprächen mit Konzernleiterin Susanne Ruoff sowie dem Verwaltungsratspräsidenten, Urs Schwaller, und im Rahmen von GAV-, Pensionskassen- und Lohnverhandlungen auf diesen Missstand aufmerksam gemacht und an die Sozialverantwortung der Post als Arbeitgeberin appelliert.
 
Rückwirkende und dringend benötigte Unterstützung
Und nun höhlt der stete Tropfen den Stein. Die Post übernimmt eine Überbrückungsrente für Frühpensionierte zwischen 62 und 65 Jahren bis zum Einsetzen der ordentlichen AHV-Rente. Mitarbeitende erhalten bis zum regulären Pensionierungsalter bis zu monatlich CHF 2000. Eine Massnahme die rückwirkend in Kraft gesetzt wird und somit auch für Mitarbeitende, die 2016 und 2017 von einer solchen Pensionierung betroffen waren, gilt. Insgesamt wendet die Post 30 Millionen Franken auf.
 
transfair begrüsst den Entscheid der Post
transfair freut sich über den realisierten Durchbruch und darüber, dass der jahrelange Einsatz endlich Früchte trägt. Für die transfair Mitglieder ist das erreichte Ziel ein wichtiger Meilenstein und verbessert die Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Folge von Reorganisationen unfreiwillig frühzeitig in Pension gehen müssen.
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post