Corona-Päckli-Krise nicht auf dem Buckel der PostLogistics Mitarbeitenden austragen!

Corona-Päckli-Krise nicht auf dem Buckel der PostLogistics Mitarbeitenden austragen! © transfair
08.04.2020

Tag für Tag gibt es bei der Post neue Paketrekorde zu vermelden. Obwohl die Mitarbeitenden und Paketzusteller komplett ausgelastet sind und seit Wochen Überstunden arbeiten, ist die Paketflut zu gross: Lieferverspätungen gehören, weil viele Menschen online bestellen, zur Tagesordnung. Für transfair ist klar: Die Mitarbeitenden tun ihr bestmögliches, um das System am Laufen zu halten. Vielmehr ist es den Transport- und Platzkapazitäten der Paketzentren geschuldet, dass das System nicht mehr nachkommt. Am 7. April 2020 haben sich die Post, ihre Sozialpartner und weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Handel und Logistik zusammengesetzt und Lösungen gefunden.

Dieses Paketmengenphänomen kennt die Post eigentlich nur aus Weihnachtszeiten. Jetzt ist es der ausserordentlichen Lage geschuldet, dass die Päcklimenge steigt. Denn der Bundesrat ruft die Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben. Dieser Apell kommt an. Und um dies weiterhin zu erreichen, darf die Möglichkeit der vollständigen Unterbindung von Online-Bestellungen auf keinen Fall eintreten.

Entlastung in Sicht
Nach langem Zuwarten hat die Post endlich gehandelt und zu einem runden Tisch eingeladen. Mit von der Partie waren die CEO von Coop, Migros, dem Verband des Schweizerischen Versandandels, dem Verband der privaten Postdienstleister und weiteren wichtigen Playern. Auch die Sozialpartner waren mit dabei.
 
Das Resultat dieses Austauschs haben die Post und die weiteren Beteiligten heute kommuniziert. Um diese Herausforderung gemeinsam zu bewältigen bieten alle Hand und die gesamte Branche hilft gegenseitig aus. Diese Bereitschaft, aufeinander zuzugehen, freut transfair.

Personal im Fokus
Für René Fürst, Branchenleiter Post/Logistik, ist eines klar: «Ohne den ausserordentlichen Einsatzes des PostLogistics-Personals geht es nicht». Was das Personal hier leistet, ist ein riesiger Kraftakt. Es arbeitet seit Wochen unter Vollast und unter erschwerten Bedingungen, setzen sie sich doch täglich einer möglichen Ansteckungsgefahr aus. transfair spricht deshalb diesen Mitarbeitenden ein grosses Dankeschön aus.
 
Mit dem Blick auf weitere mögliche Massnahmen hält transfair bereits jetzt fest: Eine zusätzliche Belastung des Personals durch eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit geht nicht an. Dieses Logistikproblem darf nicht auf dem Buckel des Personals gelöst werden.
Einsatzbereiche
Die Schweizerische Post, PostLogistics