1000-fach gegen die Streichung der Personalgutscheine der Rentner!

1000-fach gegen die Streichung der Personalgutscheine der Rentner! © transfair
16.11.2021

Die Pensionierten der Schweizerischen Post haben bis anhin jährlich 200 Franken in Form von Personalgutschein erhalten. Ende Oktober 2021 verkündete die Post, dass sie diese Gutscheine per 1. Januar 2022 gänzlich streichen will. transfair setzt sich für die Betroffenen ein und hat die Petition «Keine Streichung der Personalgutscheine» lanciert. Am 16. November 2021 übergab die Delegation von transfair die über 1000 Unmutsbekenntnisse am Hauptsitz der Post.

In Empfang genommen wurde die Delegation von Valérie Schelker, Leiterin Personal und Mitglied der Konzernleitung, in Begleitung Lea Wertheimer, Leiterin Medienstelle, und Martin Camenisch, Co-Leiter Personalmanagement. transfair-Co-Präsident und Alt-Nationalrat Thomas Ammann führte die Delegation an und machte die Post in seiner Ansprache darauf aufmerksam, dass die Personalgutscheine von den Pensionierten der Post sehr geschätzt werden. Er forderte die Post dazu auf, den Entscheid zur Streichung nochmals zu überdenken. Dass die Post im Rahmen der Strategie der Post von Morgen investieren muss, wird allgemein anerkannt, aber nicht, dass die Rentner mit Leistungseinbussen dafür bezahlen müssen.
 
Ein Bedürfnis der Pensionierten
Branchenleiter René Fürst wies auf den grossen Erfolg der Petition hin, nach wie vor treffen täglich Dutzende von Petitionsformularen ein. Die vielen persönlichen Rückmeldungen der pensionierten Mitglieder zeigen auf, dass die Petition einem dringenden Bedürfnis entspricht. Diese Streichung hat auf alle Angestellten der Post Einfluss, denn sie betrifft nicht nur die jetzigen Rentner, sondern auch die zukünftigen.  
 
So geht es weiter
Frau Schelker nahm die Petition offiziell entgegen und versprach, die Thematik in der Konzernleitung aufzunehmen. Sie wies jedoch darauf, dass die Post sich bei der Pensionkasse Post stark engagiere und die Pensionierten weiterhin zu einem jährlichen Essen einlädt. Der Personalverband und seine Mitglieder warten nun mit Spannung auf die Entscheidung der Konzernleitung.