Lokomotivpersonal – Quiz Sommer 2018

Lokomotivpersonal – Quiz Sommer 2018 © MGB

Machen Sie mit beim Sommerquiz 2018 und gewinnen Sie 15 Postkarten mit Farbstiftzeichnungen von Gotthardlokomotiven von Rudolf Hürlimann.

Von Gebirgsbahnen und Bergbahnen
 

Als Gebirgsbahnen werden Adhäsionsbahnen bezeichnet die in die Berge fahren oder Pässe überwinden. Beispiele in der Schweiz sind die Gotthard-Panoramalinie, die Lötschberg-Berg-strecke, die Rhätische Bahn oder die Montreux-Oberland-Bahn. Adhäsionsbahn bedeutet, dass die Zug- und Bremskräfte allein über die Haftreibung der Räder auf die Schienen übertragen werden. Mit zunehmender Steigung sind der Haftreibung aber Grenzen gesetzt wegen der talwärts wirkenden Schwerkraft bei Bergfahrt und bei Bremsungen auf der Talfahrt. Die stärkste Lokomotive von SBB Cargo die Re 6/6 zum Beispiel kann in flachem Gelände bis 6 ‰ Steigung eine höchstzulässige Anhängelast von 2500 t mitführen, auf den 26 ‰ Rampen der Gotthard Bergstrecke dagegen nur noch 800 t.

Hauptbahnen werden mit Steigungen bis 30 ‰ gebaut, bei Nebenbahnen sind Steigungen bis 60 ‰ verbreitet. Die steilste Adhäsionsbahn der Schweiz fährt vom Hauptbahnhof Zürich auf den Uetliberg mit einer maximalen Steigung von 79 ‰. Die Bahn auf den Pöstlingberg bei Linz weist über weite Strecken 105 ‰ Steigung auf, die maximale Steigung erreicht gar 116 ‰.

Die höchstgelegene Gebirgsbahn der Welt fährt in China. Sie führt von Xining (2275 m) über den Tanggula-Pass (5072 m) nach Lhasa (3641m), der Hauptstadt Tibets. In Peru, Bolivien und Chile überwinden Adhäsionsbahnen vom Pacific aus, hinauf zu den Anden, bis zu 4800 Höhenmeter.

Im Osten von Brasilien dagegen benutzt die Güterbahn von Santos nach Sao Paulo auf einem Abschnitt von 9 km das Zahnradsystem Abt, mit dreilamelligen Zahnstangen, um 800 Höhenmeter zu überwinden. Hier fahren die stärksten Zahnradlokomotiven der Welt, mit 5000 kW Leistung, gebaut 2011-2013 von der Firma Stadler in der Schweiz.
Die erste Zahnradbahn in der Schweiz wurde 1871 von Niklaus Riggenbach, mit dem nach ihm benannten Zahnradsystem, von Vitznau auf die Rigi gebaut. Die steilste Zahnradbahn der Schweiz mit vertikal in die Zahnstange eingreifenden Zahnrädern fährt von Rheineck nach Walzenhausen mit einer maximalen Steigung von 253 ‰.

Die 1869 gebaute Zahnradbahn auf den Mt. Washington (USA) weist dagegen eine Steigung von 377 ‰ auf. Am Panamakanal überwinden die Treidellokomotiven an der Schleuse von Gatún mit Riggenbach-Zahnstange gar 500 ‰ Steigung. Die Pilatusbahn gilt mit 480 ‰ Stei-gung als steilste Zahnradbahn der Welt für Personentransport. Die Bahn auf den Luzerner Hausberg, den Pilatus, verwendet das Zahnradsystem Locher, bei dem die Zahnräder horizontal in die Zahnstangen eingreifen.

Geht’s noch steiler bergan, so werden oft Standseilbahnen oder Schrägaufzüge gebaut.
Die steilste Standseilbahn der Welt, mit einer maximalen Steigung von 1100 ‰, fährt seit Dezember 2017 vom Hinteren Schlattli im Muotatal nach Stoos. Die Bahn hat zwei Wagen mit je 4 Kabinen auf einem Untergestell, mit einem Fassungsvermögen von 136 Passagieren pro Wagen. Die einzelnen Kabinen sind beweglich und passen sich der Streckenneigung an, sodass der Kabinenboden immer in horizontaler Lage bleibt.

Frage:
Welches ist die höchstgelegene Station in der Schweiz die von einer reinen Adhäsionsbahn bedient wird?

Lösung bitte mit Name, Adresse, Beruf und Firma an:
Peter Bachmann, Neugasse 163, 8005 Zürich oder bachmann.peter@gmx.ch
Einsendeschluss: 25. Oktober 2018

Unter den richtigen Zusendungen wird ein/e Gewinner/in ausgelost.
Als Preis gibt’s 15 Postkarten mit Farbstiftzeichnungen von Gotthardlokomotiven von Rudolf Hürlimann.