transfair fordert klare Regelungen für Auslagerungen bei öffentlichen Transportunternehmen

transfair fordert klare Regelungen für Auslagerungen bei öffentlichen Transportunternehmen @ jordanlye / fotolia.com
11.12.2018

transfair befasst sich seit längerer Zeit mit der Entwicklung der Auslagerungstendenzen im öffentlichen Verkehr. Am 15. November 2018 hat der Branchenkongress eine Resolution dazu verabschiedet und fordert darin klare Regeln. Diesem Thema gibt nun der transfair Vizepräsident und Nationalrat Thomas Ammann mit seiner Interpellation auf der politischen Ebene eine Stimme.

Aus Sicht von transfair ist es zunehmend wichtiger, Auslagerungen von Aufgaben bei den öffentlichen Transportunternehmen kritisch zu hinterfragen. Ziel der Resolution des Personalverbandes ist, dass die Arbeiten in den öffentlichen Verkehrsunternehmen zu möglichst grossen Teilen «inhouse» wahrgenommen werden. Abhängigkeiten und deren Gefahren müssen sorgfältig evaluiert werden. Für Bruno Zeller, Branchenleiter Öffentlicher Verkehr von transfair, steht das Personal im Fokus: «Auslagerungen aus rein finanziellen Gründen sind inakzeptabel. Aspekte wie Knowhow, Qualität, Sicherheit und Arbeitsbedingungen müssen höher gewichtet werden.» Es gilt, Stellenverluste und die Unsicherheit des Personals aufgrund von Auftragsvergaben an Dritte und Auslagerungen stark einzuschränken.
 
transfair bringt das Thema aufs politische Parkett
In seiner Interpellation (18.4163) fordert Vizepräsident und Nationalrat Thomas Ammann den Bundesrat dazu auf, seine Fragen bezüglich der Auslagerungstendenzen bei den konzessionierten Transportunternehmen (KTU) zu beantworten. «Es darf nicht sein, dass aufgrund des Wettbewerbsdrucks bei den wichtigen Aspekten, wie Sicherheit, Qualität und Fach- und Führungswissen gespart wird.»
 
transfair fordert von allen Akteuren, Auslagerungen kritisch und unter rechtzeitigem Einbezug der Sozialpartner zu betrachten.