Vereinbarung zu Kurzarbeit bei SBB Cargo International

Vereinbarung zu Kurzarbeit bei SBB Cargo International © SBB Cargo International
08.06.2020

Aufgrund der Coronakrise und des daraus folgenden Einbruchs des grenzüberschreitenden Güterverkehrs um bis zu 25% hat SBB Cargo International (SBB CINT) beim Kanton Solothurn, entsprechend den Vorgaben des Bundesamtes für Verkehr, Kurzarbeit für vier Unternehmensteile beantragt. Die Voranmeldungen wurden am 25. Mai 2020 durch das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Solothurn bewilligt. Die Sozialpartner haben einen entsprechende Vereinbarung getroffend. Für transfair ist diese Vereinbarung gerade im Hinblick auf die besondere Situation von SBB Cargo International eine gute und ausgewogene Lösung.

Eine besondere Lage fordert besondere Vereinbarungen. Gerade bei SBB Cargo International trifft dieser Satz komplett zu. Musste SBB Cargo International doch beträchtliche Verluste bei den Transportvolumen hinnehmen. Aus diesem Grund hat SBB Cargo International Kurzarbeit beantragt und bewilligt bekommen. In einer Vereinbarung zwischen den Sozialpartnern (transfair, SEV, VSLF und KvöV) und SBB Cargo International, konnte für alle Betroffenen eine austarierte Lösung gefunden werden. Damit ist sichergestellt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter beschäftigt werden können und zudem der Lohn zu 100% ausbezahlt wird.

Für transfair ist diese Vereinbarung gerade im Hinblick auf die besondere Situation von SBB Cargo International eine gute und ausgewogene Lösung.

Gemeinsame Mitteilung an das SBB CINT-Personal

SBB CINT begrüsst den Entscheid des Kantons Solothurn ausdrücklich.
 
SBB CINT hat mit den Sozialpartnern in einer Vereinbarung als Zusatz zum GAV beschlossen, dass der Lohn nach wie vor zu 100% ausbezahlt wird. Die Arbeitszeit wird für die Dauer der Kurzarbeit mindestens zu 80% gewährt. Damit ist sichergestellt, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter beschäftigt werden können und es zu keinen Härtefällen kommt. Der GAV gilt ansonsten weiterhin vollumfänglich.
 
In einer Weisung von SBB CINT werden alle Fragen zur Handhabung der diversen Zeitkonten und weitere Punkte geregelt. So kann es zu erheblichen Minusstunden einzelner Mitarbeiter kommen, welche aber Ende Jahr auf mindestens 25 Stunden Minus, gemäss GAV, aufgefüllt werden. Ebenfalls ist in dieser Weisung verankert, wie die Verteilung der Kurzarbeitszeit auf die verschiedenen Mitarbeitenden geschieht. Diese Regelung wurde unter Einbezug der PEKO erarbeitet.
 
SBB CINT wie auch die Sozialpartner sind froh, mit dieser Vereinbarung für das Personal eine neue Grundlage für diese Zeit der Unsicherheit gelegt zu haben. Man ist sich einig, dass aktuell vieles in Bezug auf die Arbeitszeit nicht verbindlich niedergeschrieben werden kann, da für jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin eine andere Ausgangslage vorliegt und die Freiwilligkeit für das Zuhause bleiben relativ ist. Wir stellen aber fest, dass das Personal grosses Verständnis für die Situation zeigt und die Unternehmung gleichzeitig bemüht ist, im Einzelfall gute und wohlwollende Lösungen zu finden. Nur gemeinsam kann eine Einvernehmlichkeit erreicht werden.
 
SBB CINT dankt seinen Mitarbeitenden für den täglichen Einsatz.
 
Einsatzbereiche
SBB Cargo International AG