Jahresergebnis der SBB könnte dem Personal zum Verhängnis werden

Jahresergebnis der SBB könnte dem Personal zum Verhängnis werden © transfair | Gaby Möhl
15.03.2021

Heute hat die SBB ihr Jahresergebnis für 2020 präsentiert. Trotz den Sparmassnahmen bei Projekten sowie beim Personal und trotz den Bundeshilfen aus dem Covid-Gesetz für den Regionalverkehr, für die Infrastruktur und den Güterverkehr, resultiert ein Konzernverlust von mehr als 600 Millionen Franken. transfair hatte ein solch negatives Jahresergebnis bereits erwartet. Darum fordert transfair, dass das Personal nicht den Kürzeren zieht und das negative Resultat anders als mit weiteren Sparmassnahmen beim Personal, abgefedert werden muss.

Die Mindereinnahmen, insbesondere beim Fernverkehr und bei den Immobilien (Einbruch der Kundenfrequenzen), machen transfair grosse Sorgen. Die SBB ist gezwungen, ihre Liquidität mit verzinslichen und rückzahlbaren Bundesdarlehen zu sichern. Bruno Zeller, Branchenleiter öffentlicher Verkehr bei transfair appelliert mit aller Deutlichkeit an den Bund: «Es darf nicht sein, dass die SBB aufgrund ihrer steigenden Verschuldung wichtige Personal- und Geschäftsentwicklungen nicht durchführen darf.» Der Bund als Eigner muss die gute betriebliche Entwicklung und das Personal der SBB grosszügig unterstützen. transfair fordert zudem weiterhin auf politischem Weg das Recht auf Kurzarbeitsentschädigung (KAE) für alle öffentlichen Verkehrsunternehmen, auch für die SBB. Die KAE hätte sicherlich auch der SBB zu einem willkommenen Liquiditätsbeitrag verholfen.
 
transfair unterstreicht ebenfalls die grossen erbrachten Leistungen des SBB-Personals im vergangenen Jahr und begrüsst den Verzicht der Konzernleitungsmitglieder auf einen wesentlichen Teil ihres variablen Lohnes.
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