Digitalisierungsfonds: Erste Studie in Auftrag gegeben

Digitalisierungsfonds: Erste Studie in Auftrag gegeben © Michael Schwarzenberger/Pixabay
25.04.2019

Der im März von SBB und Sozialpartnern gegründete Digitalisierungsfonds lanciert die erste Studie. Sie beschäftigt sich mit der Arbeitswelt der Zukunft. Eine zweite Studie dreht sich um die soziale Sicherheit und Arbeitsmarktfähigkeit der Mitarbeitenden.

Mit Studien und Analysen sollen einerseits die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für die SBB ebenso wie für die Mitarbeitenden aufgezeigt werden. Anderseits ist vorgesehen, Massnahmen abzuleiten, um das für den erfolgreichen Betrieb einer modernen Bahn notwendige Knowhow langfristig sicherzustellen. Weiters geht es darum, den Mitarbeitenden Perspektiven im Rahmen der Digitalisierung aufzuzeigen und sie bestmöglich in der Weiterentwicklung zu begleiten. Die SBB speist den Fonds mit 10 Millionen Franken.

Trägerverein gegründet
Ende März haben Delegationen der SBB unter der Leitung von CEO Andreas Meyer sowie der Sozialpartner den Trägerverein des Digitalisierungsfonds offiziell gegründet. transfair war durch Hanspeter Hofer vertreten, der erklärt: «Für transfair ist es wichtig, dass die Veränderungen in der Arbeitswelt, die durch die Digitalisierung entstehen, aufgezeigt werden. Aus den Resultaten, die wir durch die Arbeiten im Digitalisierungsfonds gewinnen, können geeignete Massnahmen erarbeitet werden.»

Inzwischen haben die Verantwortlichen der beteiligten Partner auch grünes Licht für die erste aus dem Digitalisierungsfonds finanzierte Studie gegeben. Die ETH Zürich und die Beratungsfirma PriceWaterhouseCoopers (PwC) werden sie unter dem Titel «Arbeitswelt SBB der Zukunft» gemeinsam erstellen. Sie soll darüber Aufschluss geben, wie sich die Berufsfelder der SBB verändern, wo Arbeitsplätze entstehen oder potenziell wegfallen und welche Kompetenzen in Zukunft gefragt sein werden. Bruno Zeller, Leiter der Branche Öffentlicher Verkehr transfair, bekräftigt die Haltung des Personalverbandes: «Die zunehmend digitalen Prozesse dürfen nicht zu prekären Arbeitsverhältnissen führen. Die Mitarbeitenden müssen im digitalen Wandel bestmöglich unterstützt und mitgenommen werden.» Die Präsentation der Ergebnisse aus der Studie wird ihm Rahmen des diesjährigen Digitaltages am 3. September erfolgen.

Zweite Studie zur sozialen Sicherheit und Arbeitsmarktfähigkeit
Im Verlauf des zweiten Quartals 2019 wird unter dem Siegel des Digitalisierungsfonds eine zweite Studie lanciert. Sie soll analysieren, wie die sozialen Sicherungssysteme der SBB langfristig weiterentwickelt werden können und mit welchen präventiven Massnahmen sich negative Auswirkungen der Digitalisierung auf die Mitarbeitenden reduzieren lassen. «Für Personen, die bei diesen Veränderungen nicht mitgehen können, muss es weitergehende sinnvolle Angebote geben», erklärt Bruno Zeller. In Vorbereitung befindet sich zudem eine Studie, die sich mit der wachsenden Flut an Informationen und Kanälen als Folge der Digitalisierung und virtuellen Vernetzung befassen wird. Sowohl SBB als auch Sozialpartner erwarten von allen Untersuchungen wertvolle Grundlagen für die Ausgestaltung der künftigen Arbeitswelt und deren Rahmenbedingungen.
Einsatzbereiche
SBB, SBB Cargo AG