Bereichsspezifische Arbeitszeitregelung (BAR) für das Zugpersonal wurde angepasst

Bereichsspezifische Arbeitszeitregelung (BAR) für das Zugpersonal wurde angepasst © SBB CFF FFS Unterzeichnende (v.l.n.r): Andrea Huber, Leiterin HR VM, Andreas Menet, Zentralpräsident ZPV, Linus Looser, Leiter Verkehrsmanagement, Manuel Avallone, Vizepräsident SEV, Bruno Zeller, Branchenleiter Öffentlicher Verkehr, transfair, Hanspeter Hofer, Sekretär Öffentlicher Verkehr, transfair
18.08.2017

Am 14. August 2017 wurde die überarbeitete Bereichsspezifische Arbeitszeitregelung (BAR) für das Zugpersonal des Geschäftsbereichs Verkehrsmanagement Personenverkehr im Beisein von Vertretern aller Verhandlungspartner unterzeichnet. Neu geregelt wurde im Wesentlichen die Vergütung von Pausen.

Während drei intensiven Verhandlungsrunden in konstruktiver und fairer Atmosphäre haben die Vertragspartner die Inhalte der BAR Zugpersonal Verkehrsmanagement überarbeitet und neu vereinbart.

Als zentrale Veränderung der BAR Zugpersonal Verkehrsmanagement wird die Vergütung von Pausen neu geregelt.

Die Dauer aller Pausen werden neu zusammen gezählt und wie folgt als Arbeitszeit vergütet:
  • Pausen bis 60 Minuten erhalten die gemäss AZG/AZGV vorgeschriebenen Zeitzuschläge
  • Pausen werden ab der 61. Minute vollständig als Arbeitszeit entschädigt
 
Neu kann mehr als eine Pause eingeteilt werden, die bisherige Ziffer 5.6 der BAR (Kurzpausen) wird aufgehoben. Weiter entfällt der Zeitzuschlag für Pausen, die weniger als 60 Minuten dauern. Damit gleicht sich die Pausenvergütung beim Zugpersonal Verkehrsmanagement bereits den ab 2019 geltenden neuen Regeln des AZG an.
 
Als einmalige Entschädigung für den wegfallenden Zeitzuschlag für Pausen kleiner 60 Minuten erhalten alle Mitarbeitenden, die der BAR Zugpersonal Verkehrsmanagement unterstehen, im 2018 einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag gutgeschrieben.
 
Eine weitere Veränderung betrifft die Dauer der durchgehenden Arbeitszeit. Neu können beim Zugpersonal Verkehrsmanagement im innerschweizerischen Verkehr bei Touren mit Feldübernahme oder kommerzieller Inbetriebnahme durchgehende Arbeitszeiten von mehr als 4 Stunden 30 Minuten bis maximal 5 Stunden geplant werden. Im grenzüberschreitenden Verkehr gelten weiterhin die bisherigen Regelungen.
 
Als dritte Anpassung wurde das späteste Arbeitsende vor arbeitsfreien Tagen resp. Ferien spezifischer geregelt. Dabei wird auf die verschiedenen Rotationsmodelle Rücksicht genommen.
 
Die angepasste BAR Zugpersonal Verkehrsmanagement tritt am 10. Dezember 2017 in Kraft.
 
Die beteiligten Verhandlungspartner sind sich einig, dass mit der überarbeiteten BAR Zugpersonal Verkehrsmanagement ein für beide Seiten ausgewogenes Ergebnis erreicht worden ist.
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