BLS sucht den «Best Way»

BLS sucht den «Best Way» © BLS
07.11.2018

Die BLS hat die Strategierakete gezündet: Im Rahmen des Programms «Ariane» verfolgt die BLS in den nächsten Jahren eine neue Strategie. Kundenorientierung, Effizienz+Fitness, Marktgestaltung und Kooperationsfähigkeit stehen dabei im Zentrum. Das Programm durchdringt alle vier Geschäftsfelder sowie alle Querschnittsfunktionen und soll etappiert durchgeführt werden. transfair stellt die Bedürfnisse des Personals in den Vordergrund und findet klare Worte zum Vorhaben der BLS.

Etappierung
Für die erste Etappe hat die BLS heute ihr Projekt «Best Way» kommuniziert, dessen Stossrichtungen vom Verwaltungsrat Ende Oktober 2018 genehmigt wurden. Bis etwa 2020 geht es in einer ersten Phase um die Absicherung des bestehenden Geschäfts inklusive der Aufrechterhaltung von Konzessionen. Besonders der Bereich Personenmobilität, die Infrastruktur (BLS Netz AG) sowie die Querschnittsfunktionen Human Ressources, Finanzen und IT werden bezüglich Prozessen und Strukturen einmal mehr dem Effizienz- und Kostensparfokus unterzogen.
 
Die Grobanalyse, unter Beihilfe eines externen Partners, ist erstellt. Bis im Februar 2019 will die BLS daraus konkrete Massnahmen definieren und so festhalten, wo und wie bis 2023 nachhaltige Einsparungen in der Grössenordnung von 50 bis 60 Millionen Franken gemacht werden können. Ein Betrag, der insbesondere den Bestellern zu Gute kommen soll. Diese erste Etappe ist Voraussetzung, damit die BLS den Mobilitätsmarkt zunehmend aktiver mitgestalten und schlussendlich weiter wachsen kann (z.B. Fernverkehr).
 
Stellenabbau durch Wettbewerbsdruck?
Dass die BLS ihre Kundenorientierung ebenfalls in allen Geschäftsbereichen stärken will, begrüsst transfair. Mit «Best Way» geht aber nebst Sachkosteneinsparungen ein wesentlicher Stellenabbau einher, der mit rund 200 Vollzeitstellen über die nächsten Jahre noch nicht klar definiert ist. Die Digitalisierung und Automation von Geschäftsprozessen werden voraussichtlich vor allem das Verwaltungspersonal treffen. Dass beispielsweise die weitere Umsetzung zur zentralen Betriebsführung zu Veränderungen führt, ist nicht neu und seit Jahren bekannt. Neue Perspektiven für das betroffene Personal sind aus Sicht transfair planbar.

Der heute kommunizierte Stellenabbau sieht transfair klar auch im Kontext des «neuen» Wettbewerbsumfelds: Die BLS will gegenüber der Konkurrenz und den Bestellern finanziell besser dastehen. Das jedoch wird dem vom Stellenabbau betroffenen Personal schwierig zu erklären sein. Vorauseilend will die BLS bereits für die nächste Abgeltungsperiode 2020/2021 günstiger offerieren können. transfair hinterfragt diese Stossrichtung und verlangt von der BLS rasch weitere Klärungen zum geplanten Stellenabbau. Gemäss GAV setzt sich die BLS für die Weiterbeschäftigung der von Rationalisierungen, Strukturänderungen und betriebsorganisatorischen Massnahmen betroffenen Mitarbeitenden ein. Daran wird transfair die BLS messen.
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BLS