BLS startet Effizienzprojekt «Best Way»

BLS startet Effizienzprojekt «Best Way» © BLS
14.02.2019

Die BLS informierte heute über die Massnahmen zur Kostensenkung von 50 bis 60 Millionen Franken jährlich bis 2023. Dabei rechnet das Bahnunternehmen auch mit dem Abbau von rund 170 Vollzeitstellen, wovon maximal 45 durch effektive Kündigungen erfolgen soll. transfair fordert die BLS auf, den Stellenabbau durch Senkung von anderen Kosten zu verkleinern.

Investieren und sparen zur gleichen Zeit
Um im Wettbewerb des öffentlichen Verkehrs nicht aufs Abstellgeleise zu geraten, sieht sich auch die BLS entsprechend unter Druck, ihre Leistungen den Bestellern zu besseren Preisen anzubieten. Dazu will die BLS unter anderem viele Geschäftsabläufe im Einkaufs-, Support- und Managementbereich automatisieren, was zuerst Investitionen in neue IT-Systeme bedingt. Weiter werden interne Service-Levels überprüft. Ziel ist, mit Automatisierung und Standardisierung, beispielsweise bei HR- oder Controlling- und Finanzarbeiten Stellen, einzusparen. Für transfair ist es wichtig, dass neue Arbeitsweisen zuverlässig eingeführt werden und stabil funktionieren, bevor Stellen verschwinden. Investieren und sparen wird möglicherweise nicht gleichzeitig gehen.
 
Tragfähiger Sozialplan
Als letztes Mittel für effektiv vom Stellenabbau betroffene Mitarbeitende hat transfair mit der BLS einen tragfähigen Sozialplan ausgehandelt. Insbesondere enthält er Leistungen für ältere, langjährige Mitarbeitende und unterstützt den Erhalt und die Förderung der Arbeitsmarktfähigkeit. Bruno Zeller, Branchenleiter Öffentlicher Verkehr: «transfair fordert die BLS auf, die Senkung der Sach- und Materialkosten noch stärker zu gewichten, um dadurch den Stellenabbau weiter zu verkleinern.»
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