«SBBagil2020» – transfair befürchtet weiteren Druck auf die Mitarbeitenden

«SBBagil2020» – transfair befürchtet weiteren Druck auf die Mitarbeitenden © SBB CFF FFS
23.03.2018

Die SBB hat Anfang 2018 den Mitarbeitenden das Projekt «SBBagil2020» angekündigt. Die Sozialpartner wurden Mitte März informiert. Für transfair ist absehbar: Dieses Agilitäts- und Reorganisationsprogramm kommt als Wolf im Schafspelz daher und wird einmal mehr zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.

Die Informationen, welche die SBB den Sozialpartnern gegeben haben, wirken suspekt. «SBBagil2020»wird von der SBB vehement als Führungsentwicklung angepriesen. Das Programm soll Prozesse schlanker und schneller machen, Entscheidungswege verkürzen und Verantwortlichkeiten stärker in die unteren Organisationsebenen delegieren. Zudem soll sich das Unternehmen wieder vermehrt der Regionalität im Personenverkehr widmen. Dies alles tönt für transfair auf den ersten Blick verständlich und nachvollziehbar. Wenn man aber genauer hinschaut, so stehen auch bei diesem Vorhaben jährliche Einsparungen von 100 Millionen Franken als Zielvorgabe fest. Diese Einsparungen wollen die SBB primär mit Mehreinnahmen im Personenverkehr generieren. Die Division Personenverkehr wird massiv umgebaut. Um neue Produkte zu entwickeln, sind von der Division losgelöste Organisationseinheiten angedacht. Hier besteht für transfair die Gefahr, dass sogenannte Innovationsteams als Startup ausserhalb der gängigen Anstellungsbedingungen und ausserhalb der SBB aufgebaut werden. Allfälligen Auslagerungen von Aufgabenwird transfair entschlossen entgegentreten!

Für transfair ist nicht ersichtlich, wie die SBB im Personenverkehr und in den anderen Divisionen jährlich 100 Millionen Franken zusätzlich generieren wollen, wenn wegen zunehmender Konkurrenz aus dem In- und Ausland scheinbar wegbrechende Marktanteile befürchtet werden. Zudem ist die Mittelgenerierung darauf ausgelegt, dass die SBB sämtliche Fernverkehrskonzessionen behalten wird. Für den Personalverband steht fest: Es handelt sich um ein weiteres, einschneidendes Umbau- und Abbauprojekt.

transfair stellt klare Forderungen
Der Personalverband will nicht hinnehmen, dass das Erreichen von finanziellen Zielen nur durch das Sparen auf dem Rücken des Personals von Statten gehen soll. Die Anstellungsbedingungen dürfen sich nicht verschlechtern. Deshalb stellt transfair klare Forderungen:
  • Das Vorhaben soll mit Augenmass, ohne Zeitdruck angegangen werden.
  • Mitarbeitende dürfen nicht weiter verunsichert und belastet werden. Dem Reorganisationswahn ist Einhalt zu gebieten!
  • Die Mitarbeitende und Sozialpartner müssen transparent ins Projekt miteinbezogen werden. Es dürfen keine Auslagerungen von Geschäftstätigkeiten stattfinden.
transfair - Ihr starker Partner
transfair wird die Entwicklung um «SBBagil2020» genau verfolgen. In Zeiten der Veränderung ist transfair Ihr Fels in der Brandung. Eine Mitgliedschaft lohnt sich, denn der Personalverband ist jederzeit für seine Mitglieder da und begleitet und berät sie bei Veränderungen kompetent und umfassend.
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