WEA: Unterstützung und Informationen gefordert

WEA: Unterstützung und Informationen gefordert © VBS/DDPS
22.09.2017

Unsere Mitglieder haben gesprochen: Die transfair Umfrage im Juli 2017 zur Weiterentwicklung der Armee (WEA) zeigt auf, dass es für die Mitarbeitenden mehr Unterstützung vor Ort und mehr Informationen braucht. Auch transfair kann sich verbessern. Ein erster Schritt ist bereits erfolgt: transfair bildet zusammen mit Mitgliedern eine Fachgruppe VBS.

Ab Januar 2018 beginnt die Umsetzung der WEA. Für die Mitarbeitenden der Schweizer Armee bedeutet dies zum Teil schon heute massive Veränderungen für ihre Arbeitssituation. Verständlich, dass ein solcher Prozess für Verunsicherung sorgt. Eine gute Betreuung der Mitarbeitenden ist daher wichtig.

Doch findet dies auch genügend statt? Fühlen sich die Mitarbeitenden der Armee von ihren Vorgesetzten unterstützt und erhalten sie die für sie wichtigen Informationen? Die Mitgliederumfrage von transfair zeigt, dass es weiterhin Verbesserungspotential gibt.

Die WEA führt zu Veränderungen am Arbeitsplatz
Für 27 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Mitglieder wird sich durch WEA nichts an ihrem Arbeitsplatz verändern. Für beinahe drei Viertel bedeutet die WEA aber eine Veränderung, sei es dass der Arbeitsort gewechselt werden muss (39 Prozent der Teilnehmenden), eine neue Funktion übernommen wird (21 Prozent) oder gar ein Jobverlust droht (10 Prozent).

29 Prozent der Teilnehmenden wussten zum Zeitpunkt der Umfrage noch nicht, welche Auswirkungen die WEA auf ihre berufliche Situation haben wird.

Zu wenige Informationen zur eigenen Situation
Die Mehrheit der Teilnehmenden fühlt sich im Allgemeinen genügend bis sehr gut über die WEA informiert – dies nahezu unabhängig davon, ob durch die oberste Leitung (53 Prozent), den direkten Vorgesetzten (53 Prozent) oder durch transfair (51 Prozent).

Die Werte sinken jedoch, wenn es um Informationen über die eigene berufliche Situation geht. 43 Prozent fühlen sich durch die oberste Leitung zumindest noch genügend informiert, 48 Prozent durch den direkten Vorgesetzten, durch das HR hingegen fühlen sich nur noch 27 Prozent genügend oder besser informiert.

Der Zugang zu Informationen wie auch eine zeitnahe, offene und klare Kommunikation sind denn auch die am häufig genannten Verbesserungspunkte, welche die Teilnehmenden bei der WEA sehen.

Verbesserungspotential bei der Unterstützung
Ein sehr heterogenes Bild zeigt sich bezüglich der Unterstützung, welche die Teilnehmenden wahrnehmen. Nur 28 Prozent fühlen sich durch die oberste Leitung gut oder sehr gut unterstützt. Durch das HR sind es noch immer nur 37 Prozent. Besser sieht es bei der Unterstützung durch den direkten Vorgesetzten (60 Prozent) oder durch transfair (61 Prozent) aus.

Und nun wie weiter?
transfair hat die Resultate der Umfrage bereits dem Chef der Armee (CdA) übergeben und wird sich im Rahmen der Sozialpartnerschaft auch weiterhin stark für Verbesserungen in diesem Bereich einsetzen. Und geht mit gutem Beispiel voran und ruft eine Fachgruppe VBS ins Leben, um gemeinsam mit interessierten Mitgliedern an arbeitsrelevanten Themen bearbeiten zu können.
 
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