Sozialpartnertreffen Staatssekretariat für Migration

Sozialpartnertreffen Staatssekretariat für Migration © SEM
14.12.2020

transfair diskutierte mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM) über seine aktuellen und künftigen Herausforderungen. Im Zentrum standen der Umgang mit Covid-19, die durch das EJPD in Auftrag gegebene Aufgabenüberprüfung sowie der aktuelle Stand bei den nicht verlängerten Stellen.

Das Corona-Virus macht auch vor dem SEM keinen Halt. Auch das SEM arbeitete intensiv. Der Draht zur Hotline für Fragen rund um die Einreise und den Aufenthalt in der Schweiz lief heiss. Zu Spitzenzeiten arbeitete das SEM-Personal täglich über 700 Anrufe ab. Mittlerweile steigen auch die Zahl der Asylgesuche wieder an. Entsprechend intensivierte sich auch die Suche nach Unterkünften.

Andere Bereiche hatten hingegen durch den Lockdown und der damit verbundenen Grenzschliessung freie Kapazitäten. Diese wurden genutzt, um altrechtliche Asylverfahren abzuarbeiten und die dafür fest eingesetzten Teams zu unterstützen. Diese Arbeiten sollten im Januar 2021 abgeschlossen sein. Wichtig ist für transfair, dass die Mitarbeitenden der dafür gebildeten Teams bereits Anschlusslösungen innerhalb des Staatsekretariats haben.

Gutes SEM-Schutzkonzept

Das vom SEM präsentierte aktuelle Schutzkonzept überzeugte transfair. Die vorgesehenen Massnahmen mit Homeoffice, gleichzeitig aber bei Bedarf auch mit der Möglichkeit und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen vor Ort arbeiten zu können, ist stimmig und sinnvoll.

Keine Stellenverlängerung – so geht es weiter

Im Mai 2020 hatte der Bundesrat beschlossen, 45 befristete Stellen per Ende Jahr auslaufen zu lassen. Bereits im Juni 2020 hatte das SEM transfair über seine Bemühungen, Lösungen für die betroffenen Mitarbeitenden zu finden, informiert. Dank Reduktionen von Beschäftigungsgraden und natürlichen Abgängen konnten so zahlreiche Mitarbeitende weiter beschäftigt werden. Auch interne oder externe Stellenvermittlungen gelangen. transfair ist erfreut darüber, dass es für das Gros eine gute Anschlussmöglichkeit gibt. Jedoch gibt es (noch) nicht für alle Betroffenen eine Lösung.

Aufgabenüberprüfung EJPD

Um personelle Ressourcen für anstehende Aufgaben freizuspielen, will das Eidgenössische Justizdepartement (EJPD) unter anderem im SEM bestehende Aufgaben ab- oder umbauen. Das Ziel: rund 5 Prozent des Personalbestandes können so neu genutzt werden. Der Umbau ist ab 2022 über die folgenden Jahre vorgesehen.

Das SEM hat nun gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden und dem Kader Vorschläge und Prüffelder erarbeitet legt diese dem EJPD zur Prüfung vor. Auch wenn die genauen Auswirkungen auf das Personal noch nicht abschätzbar sind, geht das SEM davon aus, dass der Umbau durch den zeitlichen Vorlauf und die gestaffelte Umsetzung ohne grosse personelle Auswirkungen umsetzbar ist. transfair wird diesen Prozess auf jeden Fall weiterhin begleiten.
Einsatzbereiche
EJPD, SEM