Sozialpartnertreffen: EZV sieht keinen Bedarf für Impfzentren

Sozialpartnertreffen: EZV sieht keinen Bedarf für Impfzentren © EZV
04.05.2021

transfair traf sich mit der Eidgenössischen Zollverwaltung zum zweiten Sozialpartnergespräch von 2021. Neben weiteren aktuellen Themen aus dem Amt war auch die Schaffung von Test- und Impfkapazitäten durch die EZV Teil des Gesprächs. Für transfair ist es bedauerlich, dass die EZV hier nicht schneller vorwärts macht.

Ab dem 12. April 2021 wollte die Bundesverwaltung für ihre Mitarbeitenden freiwillige Corona-Tests anbieten. Noch scheint dieses Vorhaben unter Federführung des EPA in der Pilotphase steckengeblieben zu sein.
 
Ursprünglich sind für die EZV drei Pilotzentren vorgesehen. Zum Zeitpunkt des Sozialpartnergespräches am 27. April 2021 hatte nur eines das notwendige Material für die Tests erhalten. transfair bedauert, dass es hier nicht schneller vorwärts geht und erachtet es als dringend, dass die Testmöglichkeiten schnellstmöglich geschaffen werden.

Keine Impfzentren für die EZV

Neben erleichterten, freiwilligen Massentests hatte transfair die EZV auch aufgefordert, Impfkapazitäten zu schaffen, damit die Mitarbeitenden der EZV möglichst einfach und schnell geimpft werden können und dadurch geschützt sind. Dies sollte aus Sicht von transfair auch im Interesse der Arbeitgeberin sein, da durch das eigene Durchführen besser auf die Einsatzpläne der Mitarbeitenden Rücksicht genommen werden könnte. Unternehmen, wie die SBB, aber auch weitere grosse Arbeitgeber, haben dies zu Recht erkannt und bemühen sich, entsprechende Kapazitäten zu schaffen.
 
Nicht so die EZV. Sie sieht keinen Bedarf und wird nicht aktiv. Für transfair ist diese passive Haltung nicht nachvollziehbar. Bei allem Verständnis dafür, dass es – wie bei den Tests auch – nicht einfach ist, eine passende Lösung zu finden ,die den unterschiedlichen Konzepten der verschiedenen Kantonen gerecht wird: Wenn andere, öffentlich-rechtliche wie private Unternehmen gewillt sind, solche Lösungen zu finden, sollte dies auch für die EZV möglich sein.

Mitarbeitendengerechte Umkleidekästen

Aktuell sind bei der EZV unterschiedliche Modelle von Garderobenschränken im Einsatz. Diese sind nicht immer optimal. Zudem scheinen solche auch nicht mehr überall in genügendem Umfang vorhanden zu sein. Nach Umsetzung des Immobilienkonzeptes soll, gemäss Aussagen der EZV, mittels einheitlicher Garderobeschränke eine Lösung vorliegen.

Für transfair ist wichtig, dass darin auch die Dienstwaffen sicher verstaut werden können. Wie die EZV versichert, sollen die neuen Modelle zwar nicht über einen separaten Waffentresor, aber abschliessbar sein und so die Vorgaben zur Aufbewahrung von Waffen erfüllen. transfair erwartet, dass diese auch über ein abschliessbares Sicherheitsfach für die persönliche Dienstwaffe verfügen werden.
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