Personalumfrage 2018: Schädliche Politik macht sich bemerkbar

Personalumfrage 2018: Schädliche Politik macht sich bemerkbar ©vegefox.com/stock.adobe
30.01.2019

Der Bundesrat hat heute von den Resultaten der Personalbefragung 2018 Kenntnis genommen. In diesen spiegeln sich die schädliche Politik der letzten Jahre wider. Bundesrat und Parlament riskieren damit, das Vertrauen in den Arbeitgeber Bund zu verspielen und setzen das hohe Commitment ihrer Mitarbeitenden aufs Spiel.

Seit Jahren muss das Bundespersonal als Zielscheibe von rechtsbürgerlichen Angriffen herhalten. Dutzende von Vorstössen beschäftigten sich mit angeblichen Privilegien des Bundespersonals und fordern Einschnitte bei dessen Arbeitsbedingungen. Zuletzt gaben Attacken auf das Lohnsystem und den Teuerungsausgleich Anlass zur Diskussion. Und auch der Bundesrat hat sich, etwa mit der Erhöhung des Rentenalters für die Grenzwache und das Berufsmilitär, nicht immer als verlässlicher Arbeitgeber gezeigt.
 
Arbeitgeberattraktivität des Bundes ist akut gefährdet
Wie die Resultate der Personalbefragung 2018 des Bundes zeigen, bleibt all dies nicht ohne Folgen. So beantworten die Mitarbeitenden des Bundes die Frage, ob sie sich heute wieder für eine Stelle beim Bund entscheiden müssten, mit 74 Punkten so tief wie seit 2012 nicht mehr. Auch im Vergleich mit dem Benchmark, gebildet aus Werten anderer öffentlicher Verwaltungen und bundesnahen Betrieben, fällt die Antwort um fünf Punkte tiefer aus.
 
Die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Bundesverwaltung werden ebenfalls deutlich negativer beurteilt. Deren Wert fällt um drei auf 60 Punkte. Der Benchmark liegt hier mit 64 Punkten spürbar höher. Dass auch die oberste Leitung seit Jahren konstant negativ beurteilt wird, erstaunt transfair in diesem Zusammenhang nicht.
 
Ungewöhnlich hohe Leistungsbereitschaft als Lichtblick
Trotz allem; erfreulich bleibt die mit 85 Punkten konstant hohe Leistungsbereitschaft der Bundesmitarbeitenden. Ein solch hoher Wert darf nicht als selbstverständlich genommen werden.
 
transfair fordert deshalb von der Politik mehr Respekt und Wertschätzung für das Bundespersonal. Der Bund muss das Vertrauen seiner Mitarbeitenden zurückgewinnen und wieder ein verlässlicher Arbeitgeber werden.
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