Lohnverhandlungen ETH-Bereich

Lohnverhandlungen ETH-Bereich © ETHZ EPFZ
11.12.2020

Aufgrund der negativen Teuerung und der schwierigen wirtschaftlichen Perspektiven erhalten die Mitarbeitenden des ETH-Bereichs 2021 keine Lohnerhöhung. transfair ist sich der besonderen Umstände bewusst und hat dementsprechend auf generelle Lohnforderungen verzichtet. Im Gegenzug wünscht der Personalverband Fortschritte im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Trotz Coronakrise haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ETH-Bereichs die von ihnen erwarteten Leistungen erbracht, sei es im Homeoffice oder vor Ort. Als Zeichen der Anerkennung für dieses Engagement und für ihre Anpassung an die Umstände der Gesundheitskrise (Einführung von Homeoffice, Massnahmen zum Social Distancing) hatte transfair für das ETH-Personal eine Lohnanpassung von 0,8 Prozent gefordert. Diese sollte die Kluft ausgleichen, die seit zehn Jahren zwischen den Lohnerhöhungen beim Bund und im ETH-Bereich besteht. Des Weiteren hat der Personalverband eine Corona-Prämie für die Mitarbeitenden gefordert, die trotz Gesundheitsrisiken weiterhin vor Ort gearbeitet haben. transfair ist vom Entscheid des ETH-Rats enttäuscht, auch wenn der Zeitpunkt für Lohnmassnahmen nicht günstig ist. Im Rahmen des neuen Lohnsystems stehen wie in den vergangenen Jahren 1,2 Prozent der Lohnsumme für individuelle Erhöhungen zur Verfügung.

Ein Schritt in Richtung bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Umso mehr wünscht der Personalverband, dass seine Forderung nach dem Vaterschaftsurlaub im ETH-Bereich endlich umgesetzt wird: transfair hat gefordert, dass dieser verdoppelt und von 10 auf 20 Tage verlängert wird. Dies war das ursprüngliche Ziel der Volksinitiative von Travail.Suisse, dem Dachverband von transfair. Heutzutage wünschen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Win-win-Situation, wenn es um das Gleichgewicht zwischen Familie und Beruf geht. Diese Massnahme wäre eine Chance für den ETH-Bereich und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu zeitgemässen Arbeitsbedingungen.

Pauschallöhne: transfair fordert Transparenz

transfair hat ausserdem die Verhandlungsrunde genutzt, um den ETH-Rat um Klarstellungen zu bitten in Bezug auf die Vergabe von Lohnmassnahmen an Mitarbeitende, die nicht dem neuen Lohnsystem unterstellt sind (Doktorierende, Postdocs). Für den Personalverband wäre eine jährliche Aufwertung dieser Pauschallöhne ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung für die intensive Arbeit, die von dieser Personalkategorie geleistet wird. transfair hat sich Gehör verschafft: 2021 werden erneute Sozialpartnergespräche zu diesem Thema stattfinden.
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