Lohnverhandlungen Bund: transfair hält an Forderungen fest

Lohnverhandlungen Bund: transfair hält an Forderungen fest © Comugnero Silvana
12.06.2018

Am 5. Juni 2018 trafen sich die Personalverbände zum zweiten Lohngespräch mit Bundesrat Ueli Maurer. Dabei bekräftigte transfair die Forderung nach Lohnmassnahmen im Umfang von 1,5 Prozent. Zudem setze sich der Personalverband vehement für faire Pensionierungslösungen für die besonderen Personalkategorien ein. Mit einem Entscheid des Bundesrates dazu ist nicht vor September 2018 zu rechnen.

An der zweiten Runde der Lohngespräche mit Bundesrat Maurer bekräftigten die Verbände die Forderung nach Lohnmassnahmen im Umfang von 1,5 Prozent. Bereits am ersten Lohngespräch Mitte Februar 2018 hatten die Verbände diese Forderung gestellt. Mittlerweile ist die erwartete Teuerung für 2018 von 0,2 Prozent auf 0,6 Prozent angestiegen. Zudem konnte der Bund für 2017 eine hervorragende Rechnung mit einem Überschuss von 2.8 Milliarden Franken präsentieren. Die Forderung nach einer Lohnerhöhung ist damit berechtigter denn je.
 
Der Finanzminister zeigte Verständnis für die Forderungen von transfair. Inwiefern diese im Bundesrat berücksichtigt werden, wird sich anlässlich der dritten Gesprächsrunde im November 2018 zeigen. Für transfair ist aber klar, dass es zwingend ein positives Signal in Form von Lohnmassnahmen an die Mitarbeitenden des Bundes braucht. Entsprechend wird sich der Personalverband auch an der kommenden Gesprächsrunde dafür einsetzen.
 
Entscheid Pensionierungsregelungen hinausgeschoben
Der für Juni 2018 angekündete Entscheid zu den Pensionierungsregelungen der besonderen Personalkategorien – Grenzwächter, Grenzwächterinnen, Berufsmilitär und versetzbares Personal des EDA – wird sich gemäss den Aussagen des Finanzministers bis mindestens September 2018 verzögern. Dies, weil noch einige wichtigen Fragen offen sind.
 
transfair wies am Gespräch mit dem Finanzminister nachdrücklich auf die Wichtigkeit einer fairen Lösung hin. In den vergangenen Monaten hat der Personalverband intensiv mit den betroffenen Departementen und Ämtern diskutiert und sich für nachhaltige und faire Lösungen für die betroffenen Mitarbeitenden eingesetzt. Die erarbeiteten Lösungen werden momentan vom eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) konsolidiert.
 
Für transfair ist dabei entscheidend, dass die von den Sozialpartnern gemeinsam ausgearbeiteten Lösungen respektiert werden. Diese sind fair ausgestaltet und tragen der besonderen Situation dieser Berufskategorien Rechnung. Anpassungen an diesen Lösungsvorschlägen wären für transfair deshalb schwerlich akzeptabel. Der Personalverband erwartet vom EFD auch weiterhin eng in den Prozess eingebunden zu werden und wird sich mit Vehemenz für die gemeinsam erarbeiteten Lösungsvorschläge einsetzen.
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