Lohnverhandlungen Bund: Noch keine Einigung

Lohnverhandlungen Bund: Noch keine Einigung © transfair
28.05.2019

transfair traf sich am 23. Mai 2019 mit Bundespräsident Ueli Maurer zur zweiten Lohnverhandlungsrunde. Eine Einigung konnte noch nicht erzielt werden. Die Personalverbände forderten weiterhin eine über die Teuerung hinausgehende Reallohnerhöhung.

Die zweite Verhandlungsrunde mit Bundespräsident Ueli Maurer führte noch zu keinem Ergebnis. Der Finanzminister stellte seine Vorstellungen der Lohnmassnahmen vor. Diese sind aber aus Sicht der Personalverbände noch nicht ausreichend. Nachdem über Jahre nur die Teuerung ausgeglichen werden konnte, ist es nun Zeit für eine Reallohnerhöhung. Konkrete Resultate werden nach der dritten Verhandlungsrunde im November 2019 vorliegen.
 
Bundesrat muss sich bewegen
Die Verbände forderten, dass für die abschliessende Verhandlungsrunde ein Spielraum von 2 Prozent budgetiert wird. Damit würde auch bei einer ansteigenden Teuerung noch Raum für Reallohnerhöhungen bestehen. Momentan rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft mit einer Teuerung von 0,4 Prozent für 2019. Die Personalverbände haben in den Verhandlungen bereits einen Schritt auf den Bundesrat zu gemacht. Sie erwarten nun aber, dass auch der Bundesrat einen Schritt auf die Verbände zu macht.
 
Bundesfinanzen nach wie vor im Lot
Der finanzielle Spielraum ist nach wie vor vorhanden. Die Staatsrechnung 2018 schloss mit einem Überschuss von 3 Milliarden Franken. Auch in den nächsten Jahren erwartet der Bund sehr gute Abschlüsse. Zudem sind in den vergangenen Jahren die Löhne in der Privatwirtschaft stärker angestiegen als in der Bundesverwaltung. Die finanziellen Rahmenbedingungen für Lohnmassnahmen sind also vorhanden.
 
Erste Runde bereits im Februar
Die erste Verhandlungsrunde hatte am 15. Februar 2019 stattgefunden. Neben den Lohnmassnahmen für 2020 wurden dabei auch die Lohnmassnahmen für das laufende Jahr nachverhandelt. Als Resultat dieser Nachverhandlung werden sich die Löhne ab 1. Juli 2019 nochmals um 0,1 Prozent erhöhen. Damit kann die gesamte Teuerung von 2018 ausgeglichen werden.
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