Lohngespräch mit Bundesrat Ueli Maurer

Lohngespräch mit Bundesrat Ueli Maurer © transfair
17.06.2020

Verzicht auf generelle Lohnmassnahmen. Dafür ein Zeichen der Anerkennung. So hat sich transfair an den Lohngesprächen mit Bundesrat Maurer positioniert. Die Sozialpartner werden zudem im Herbst die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Arbeitsbedingungen beim Bund thematisieren.

Für transfair war klar, dass Forderungen nach einer Lohnerhöhung für das nächste Jahr nicht angebracht sind. Dies aus folgendem Grund: Neben gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen hat die Corona-Krise schmerzhafte wirtschaftliche Folgen für die ganze Schweiz. Zahlreiche Arbeitnehmende befinden sich in Kurzarbeit, die Arbeitslosigkeit steigt an. Beim Bruttoinlandprodukt wird der stärkste Rückgang seit Jahrzehnten erwartet und auch die Teuerung ist deutlich negativ.
 
Die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung müssen dennoch kaum befürchten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren oder einen reduzierten Lohn zu erhalten. transfair verzichtete deshalb bewusst auf entsprechende Forderungen anlässlich des Lohngesprächs vom 25. Mai 2020 mit dem Finanzminister.

Zeichen der Anerkennung ist wichtig

Gleichzeitig ist für transfair klar, dass zahlreiche Mitarbeitende der Bundesverwaltung in dieser schwierigen Zeit Aussergewöhnliches geleistet haben. Sei dies einerseits in Ämtern wie dem SECO oder dem BAG, um die Auswirkungen der Krise zu bekämpfen. Oder andererseits bei der EZV oder VBS beim Schutz der Grenze oder beim BIT, um der Verwaltung ein möglichst reibungsloses Arbeiten von zuhause aus zu ermöglichen.
 
Diese Leistung verdient Anerkennung. transfair erwartet deshalb vom Bundesrat, dass dieser ein Zeichen für alle Mitarbeitenden setzt, die mit ihrem Einsatz die Leistungsfähigkeit der Verwaltung bewiesen und die Schweiz am Laufen gehalten haben.
Die Gespräche darüber werden im November weiter gehen.

Wie verändert Corona unsere Arbeit?

Die Corona-Krise hat zweifelslos grosse Auswirkungen auf die künftige Ausgestaltung der Arbeit in der Bundesverwaltung. Die gemachten Erfahrungen mit Home-Office müssen nun ausgewertet und offene Fragen dazu diskutiert werden, darunter auch, wie Büroraum künftig konzipiert werden soll. Die Bundesverwaltung ist daran, eine Analyse vorzunehmen. Die daraus gezogenen Erkenntnisse werden die Sozialpartner im Herbst diskutieren.
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