Keine Lohnkürzungen beim Personal!

Keine Lohnkürzungen beim Personal! ©gwolters_Adobe Stock
13.07.2020

​Die SVP will die Löhne der Mitarbeitenden des Bundes kürzen. Als «Zeichen der Solidarität» sollen die Löhne ab 100'000 Franken um 5 Prozent gekürzt werden. transfair wehrt sich entschieden gegen diesen hinterhältigen Angriff auf das Bundespersonal.

Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise fordert SVP-Nationalrat Thomas Burgherr in einer Motion «Solidarität von allen». Und meint damit, dass dafür gefälligst das Bundespersonal geradestehen soll. Dies indem die Löhne ab 100'000 Franken um mindestens 5 Prozent – sprich mindestens 5'000 Franken – gekürzt werden sollen. Betroffen wären davon Mitarbeitende ab der Lohnklasse 15. Für transfair ist nicht ersichtlich, was an einer derart drastischen Lohnkürzung einzig bei den Bundesangestellten solidarisch sein soll. 

Wichtige Arbeit für den Service Public

Die Bundesverwaltung hat mit ihrer Arbeit einen beträchtlichen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise geleistet, sei dies beispielsweise beim Schutz der Grenze oder bei der Ausarbeitung der Grundlagen und Sicherheitskonzepte. Dieser Beitrag, den die Mitarbeitenden des Bundes in dieser schwierigen Zeit geleistet haben, verdient Anerkennung und nicht Bestrafung. 

Mit ihrer wichtigen Arbeit für den Service Public haben die Bundesangestellten sichergestellt, dass die Schweiz auch in dieser aussergewöhnlichen und schwierigen Lage reibungslos funktionieren konnte. transfair wehrt sich deshalb mit aller Entschiedenheit gegen diesen perfiden Angriff auf das Bundespersonal

Falsch verstandene Solidarität

Burgherr will, dass die finanzielle Last nicht nur vom «Steuerzahler», sondern auch vom Staat in Form seiner Mitarbeitenden getragen wird. Dass auch Bundesangestellte Steuern bezahlen, ignoriert er leichtfertig. Andere Lösungswege ebenso. Zudem ist bisher noch nicht einmal klar, wie die finanziellen Auswirkungen und deren Bewältigung aussehen. 

Ein solcher Vorstoss hat somit nicht das Geringste mit Solidarität zu tun, sondern stellt einzig einen weiteren Angriff auf das Bundespersonal aus dem rechtsbürgerlichen Lager dar. Aus derselben Partei übrigens, aus deren Kreisen einige Exponenten mit dem Handel von Schutzmitteln das grosse Geschäft gemacht haben – ohne dass dort Solidarität eingefordert worden wäre. 

transfair wird sich im Parlament wehren

Noch ist der Vorstoss im Parlament nicht behandelt worden. transfair bleibt aber wachsam und wird zu gegebener Zeit direkt im Parlament intervenieren, um diesen Angriff auf die Arbeitsbedingungen beim Bund abzuwehren. Solidarität zur Bewältigung von Krisen ist wichtig, im Namen einer falsch verstandenen Solidarität Arbeitsbedingungen anzugreifen, ist hingegen verwerflich und falsch. 
Einsatzbereiche
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