ETH-Bereich: ein zufriedenstellendes Lohnresultat

ETH-Bereich: ein zufriedenstellendes Lohnresultat © transfair
13.12.2019

Am 27. November 2019 haben sich die Personalverbände zur zweiten Lohnverhandlungsrunde 2020 mit dem ETH-Rat getroffen und dabei ein zufriedenstellendes Resultat erzielt: die Mitarbeitenden des ETH-Bereichs erhalten eine generelle Lohnerhöhung von 1 Prozent, ähnlich wie das Bundespersonal. transfair freut sich, dass die Teuerung somit ausgeglichen wird und die Mitarbeitenden eine Reallohnerhöhung erhalten. Während den Verhandlungen hat der ETH-Rat die Personalverbände über den mittelfristig geplanten Zusammenschluss des Wasserforschungsinstituts Eawag und der eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zu einem neuen Institut informiert.

Im Rahmen des Sozialpartnerschaftsdialogs mit dem ETH-Bereich hat sich transfair für generelle und reale Lohnmassnahmen eingesetzt. Das Personal des ETH-Bereichs trägt mit seiner Arbeit zum guten Ruf und zum hohen Qualitätsstandard der Leistungen in diesem Sektor bei, insbesondere im Forschungsbereich. Es versteht sich von selbst, dass das Personal ein deutliches Zeichen der Wertschätzung verdient.
 
Ein angemessenes Resultat
Das Personal erhält eine generelle Lohnerhöhung als Ausgleich der Teuerung 2019 (geschätzt auf 0,5 Prozent) sowie eine Reallohnerhöhung von 0,5 Prozent. Die Mitarbeitenden des ETH-Bereichs haben diese generelle Lohnmassnahme in der Gesamthöhe von 1 Prozent mehr als verdient. Denn die Lohnentwicklung ist in diesem Bereich im Rückstand. Seit Jahren liegen die generellen Lohnmassnahmen unter denjenigen der Privatwirtschaft. Das von den Personalverbänden erreichte Resultat ist daher angemessen. Im Rahmen des neuen Lohnsystems stehen wie in den vergangenen Jahren 1,2 Prozent der Lohnsumme für individuelle Erhöhungen zur Verfügung.
 
Die Eawag und die WSL werden in einem neuen Institut zusammengeschlossen
Im Rahmen der Verhandlungsrunde vom 27. November 2019 hat der ETH-Rat die Personalverbände über seinen strategischen Grundsatzentscheid informiert, die Struktur des ETH-Bereichs zu überdenken. Mittelfristig werden die Eawag und die WSL in einem neuen Institut namens «Eidgenössische Forschungsanstalt für Umwelt und nachhaltige Entwicklung SITES» zusammengeschlossen. SITES (Arbeitstitel) wird in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit tätig sein und sich insbesondere auf Klima und Umweltveränderungen, Biodiversität, nachhaltige Nutzung und Verwaltung der natürlichen Ressourcen sowie Naturgefahren und -risiken konzentrieren.
 
Mit SITES wird die Vereinigung der WSL und der Eawag unter einem Dach konkretisiert. Es ist eine gemeinsame Verwaltung vorgesehen. transfair hat zur Kenntnis genommen, dass die Standorte und Arbeitsstätten der beiden Forschungsinstitute WSL und Eawag bestehen bleiben und dass es sich hier nicht um eine Sparmassnahme handelt. Im Rahmen der Zusammenführung ist kein Stellenabbau geplant. transfair wird diesen Vorgang aufmerksam verfolgen und weiter informieren.
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